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Seit das Auto zum Massenverkehrsmittel geworden ist, spielt die Entwicklung immer besserer Sicherheitstechnik eine zunehmende Rolle.

Die ersten Crashtests - Die ersten Sicherheitssysteme

Wer Anfang des 20. Jahrhunderts ein Auto besitzt, der macht sich wohl kaum Gedanken um seine Sicherheit, sondern war froh über funktionierende Lenkung und Bremsen. Doch mit dem Wirtschaftswunder kommt der Wohlstand. In den 1950er Jahren können sich immer mehr Menschen ein Auto leisten. Das Verkehrsaufkommen steigt rasant und damit auch die Zahl der Unfälle. Sicherheit beim Autofahren wird zum Thema. Bei Mercedes auf dem Testgelände in Sindelfingen gehen die Ingenieure dem Unfallgeschehen akribisch auf die Spur. Sie lassen die teuren Karossen Dutzendweise gegeneinander und gegen Wände prallen.
So kommen sie zu dem Schluss, dass nur eine steife Fahrgastzelle die Insassen bei Unfällen schützen kann. Sie entwickeln die "Knautschzone". Das heißt, der Vorbau mit Motor nimmt die Aufprallenergie so gut wie möglich auf. Fahrer und Fahrgäste werden von den Kräften eines Aufpralls geschützt. Gleichzeitig wird auch an der Verbesserung der Straßen gearbeitet. Ein Abkommen von der Fahrbahn oder .das einfahren in den Gegenverkehr soll unterbunden werden. Zu Beginn der Versuche ist unklar: Was macht das Rennen, Leitplanken oder Fangzäune? Auch Leitseile gelten als viel versprechend. Die Crashversuche zeigen: LKW sind nicht zu bremsen und Cabrio-Fahrer werden einen Kopf kürzer.

Der Sicherheitsgurt und der Airbag

Eine der wichtigsten Entwicklungen zum Thema Sicherheit kommt aus Schweden. 1959 stellt Volvo den Dreipunkt-Gurt vor. Im Gegensatz zum Zweipunktgurt, der nur über das Becken geführt wird, verhindert der Drei-Punkt-Gurt das nach vorne Klappen des Rumpfes und schützt so deutlich besser. Hersteller und Sicherheitsexperten erkennen das Potenzial: Doch die Autofahrer Deutschlands fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt und so dauert es über zwanzig Jahre bis der Gurt in Deutschland am 1. Januar 1976 Pflicht wird. Über 20.000 Unfalltote jährlich sind dann doch zu viel. Die Einführung der Gurtpflicht zeigt sich in einem deutlichen Rückgang der Todesfälle. Sicherheit geht nun alle etwas an. Hersteller buhlen mit der neusten Technik um das Vertrauen der Kunden. Zunächst skeptisch beäugt, gilt der Airbag in den USA bereits in den 70ern als DIE Innovation. 1981 verbaut Mercedes Benz als erster deutscher Hersteller das Prallkissen serienmäßig.

Aktive Fahrsicherheit

In den achtziger Jahren beginnt die Zeit der unsichtbaren Fahrhelfer. Das Antiblockiersystem hilft bei Bremsmanövern. Es vermeidet, dass die Bremsen blockieren und das Auto dadurch nicht mehr lenkbar wird und ins Schleudern gerät.
Legendär ist der so genannte Elchtest, ein rasantes Ausweichmanöver dem nicht jedes Auto gewachsen ist. So auch der neu eingeführte A-Klasse Mercedes. Doch es gibt Abhilfe Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP. ESP ist gleichzeitig eine Weiterentwicklung von ABS verknüpft mit einer Antischlupfregelung. Bei plötzlichen Fahrmanövern wird das Auto in der Spur gehalten.

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