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Wie bringe ich meine Kilos zum Purzeln? Odysso zeigt kleine Schritte, die im Kampf gegen die Kilos zum großen Sieg verhelfen.

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Kaum etwas ist so schwer wie das Leichter werden. Doch wie packt man es richtig an? Allein oder in der Gruppe? Etwas Bestimmtes essen oder weglassen? Odysso macht ein Abnehm-Experiment und schaut, welch unerwartete Zutaten in manchen Lebensmitteln stecken.

Zusammen oder allein? Das Abnehm-Experiment

Wer nimmt eher ab? Der Einzelkämpfer, diejenigen, die zusammenhalten, oder diejenigen, die sich Konkurrenz machen? Sechs Wochen lang mussten sich die Teilnehmer des Odysso-Abnehm-Experiments an die Ernährungs- und Bewegungsregeln von Dr. Klaus Weiß von der Universität Heidelberg halten. Für seine Studie wurden alle Teilnehmer vermessen und mit Bewegungsmessern ausgestattet. Dann starteten Gruppen ihr Abnehmprogramm.

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Was sich schon nach kurzer Zeit abzeichnete, bestätigte sich am Ende des Versuchs: Den größten Erfolg verspricht das Abnehmen in einer Gruppe, in der sich die Teilnehmer gegenseitig motivieren. Sowohl bei den Einzelkämpfern als auch bei der Gruppe, die um die Wette abnehmen wollte, war die Aussteigerquote hoch, die Gewichtsreduktion niedrig.
Wer also wirklich abspecken möchte, sollte sich Gleichgesinnte suchen.

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Wer sein Gewicht dauerhaft niedrig halten will, hat verschiedene Möglichkeiten:

Viel Disziplin, wenig essen

Die wohl bekannteste Methode, sein Gewicht zu halten oder abzunehmen, heißt wohl: viel Disziplin und weniger essen. Genau gesagt weniger Kalorien.
Die kalorienarme Kost hat deutliche Effekte – wer das durchhält, hat wesentlich bessere Gesundheitsparameter. Das Max Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln sieht jedenfalls deutliche Hinweise darauf und testete dies auch an Tieren. Weniger Futter, wenig Eiweiß – aber keine Mangelernährung – sorgte bei vielen Tieren für mehr Fitness und ein längeres Leben. Ein Konzept, das sich aber nicht so ohne weiteres auf den Menschen übertragen lässt, denn wir brauchen Eiweiß für den Muskelaufbau.

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Intervallfasten: Es vieles erlaubt, aber nicht immer

Die Alternative heißt Intermittent Fasting – Intervallfasten: eine vielversprechende Methode, bei der in bestimmten Abständen gegessen und dann wieder gefastet wird. Beispielsweise:

  • 16 Stunden fasten, acht Stunden Zeit zum Essen.
  • Oder: fünf Tage normal essen, zwei Tage fasten.
  • Jeden zweiten Tag zu fasten, ist ebenso eine Möglichkeit.

Fasten bedeutet in diesem Fall bis zu 500 Kalorien täglich für Frauen, bis 600 für Männer. So bekommen die Zellen einerseits genug Eiweiß für den Muskelaufbau und in den Zeiten dazwischen weniger Eiweiß, was die Zellreparatur begünstigt.

Im Fasten-Modus kann der Körper Zellen reparieren und reinigen. Ernährungsmediziner Dr. Thomas Winter sieht zahlreiche positive Effekte: Das Intervallfasten wirkt entzündungshemmend. Blutdruck, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder auch Stoffwechselerkrankungen können sich verbessern. Sein Tipp für die Fastenzeiten: Es sollten nur wenige Mahlzeiten gegessen, aber dazwischen viel getrunken werden.
Intervallfasten ist also gut für den Stoffwechsel und – wer es richtig macht – nimmt auch noch dabei ab.

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Gegen die süße Sucht: Zucker

Zuckerhaltige Lebensmittel sind beliebt – und das nicht nur bei Kindern. Mehr als fünf bis zehn Prozent des täglichen Kalorienbedarfs sollte niemand in Zuckerform zu sich nehmen; das sind maximal 50 Gramm pro Tag, die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt nur die Hälfte. Doch gerade die Deutschen überschreiten diese Werte bei weitem. Der durchschnittliche Zuckerverbrauch liegt inzwischen bei über 35 Kilogramm pro Person und Jahr.


Dieser Zuckerkonsum sorgt nicht nur für Heißhunger und Übergewicht. Er begünstigt Entzündungsprozesse, führt zu Diabetes, Leber- und Nierenleiden, Herzinfarkt, Krebs und degenerativen Gelenkserkrankungen. Und wer zu viel isst, ist in gewissem Maß tatsächlich süchtig, weil beim Essen von zuckerhaltigen Lebensmitteln Glückshormone ausgeschüttet werden. Den Zuckerkonsum zu reduzieren oder Zucker ganz zu vermeiden, ist für manche Menschen so ausgesprochen schwer.

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Gut versteckt: Süßes in Saurem

Wer seinen Zuckerkonsum reduzieren will, muss sich über Lebensmittel informieren, denn nicht immer ist der Zuckergehalt des Essens offensichtlich. Er versteckt sich in Lebensmitteln, in denen ihn kaum einer vermutet und das unter Namen, die allenfalls Fachleuten geläufig sind.

Zucker kann hinter Dutzenden verschiedener Bezeichnungen stecken, beispielsweise als Oligofruktose, Weizendextrin, Gerstenmalz oder Inulin deklariert sein. Er befindet nicht nur in Schokolade, Saft und Limos, sondern beispielsweise auch in Fertigsalaten, Tütensuppen, Tiefkühlpizzen, Yoghurt, Salami, Putenaufschnitt, Müslis und Gewürzgurken. Zucker lässt Lebensmittel besser aussehen, besser schmecken und konserviert sie. Und: Er ist billig.

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Auch Kohlehydrate, die in fast allen Lebensmitteln enthalten sind, bestehen aus Zuckermolekülen. Doch hier kommt es darauf an, wie sie aufgebaut sind. Einfach- und Zweifachzucker wie Fruchtzucker und Haushaltszucker schmecken süß und treiben den Blutzuckerspiegel schnell nach oben. Mehrfachzucker stecken in Getreide, Brot, Kartoffeln und anderen Produkten. Sie müssen erst aufgespalten werden, bevor sie ins Blut gelangen. Viele Lebensmittel wie Hülsenfrüchte enthalten Kohlenhydrate, aber auch wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Selbst Fleisch-Ersatzprodukte wie Veggie-Burger oder -Wurst enthalten Zucker. Problematischer sind hier aber die Hauptbestandteile: Fett und Ei, dazu jede Menge Salz. In der Summe eine Kalorienbombe aus Ersatzstoffen.

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Zuckersteuer oder Lebensmittelampel?

Während in manchen Ländern wie Großbritannien, Norwegen oder Mexiko bereits eine Zuckersteuer existiert und für Erfolge sorgt, wird in Deutschland noch diskutiert. Zucker sei zu billig, die Steuer wirkungslos, sagen Kritiker. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Lebensmittelampel, aufgedruckt auf dem Produkt. Allein die Farben rot – gelb – grün bedeuten den Verbrauchern, ob das Lebensmittel tendenziell gesund ist oder nicht.
Tatsächlich wünschen sich viele Konsumenten eine Regelung, zum Beispiel die Zuckersteuer. Denn zumindest das Interesse an gesunder Ernährung und vielleicht auch am Abnehmen ist vorhanden.

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