Clare Grey bei der Körber-Preis-Verleihung (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Verleihung Körber-Preis 2021

Eine Million für bessere Batterien

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AUTOR/IN
Thomas Hillebrandt
ONLINEFASSUNG
Elena Weidt

Die Wissenschaftlerin Clare Grey will Batterien leistungsfähiger machen. Für ihre Forschung erhält die britische Chemikerin den mit einer Million Euro ausgezeichneten Körber-Preis.

Clare Greys Leidenschaft sind Batterien. Die Chemikerin erforscht an der Universität Cambridge, wie Energiespeichersysteme besser werden können. Dafür entwickelte sie unter anderem eine Methode, die es ermöglicht in das Innenleben einer Batterie zu blicken, ohne sie zu zerstören: Die NMR-Spektroskopie.

Für ihre Forschung bekommt sie nun den Körper-Preis für die Europäische Wissenschaft verliehen. Greys NMR-Untersuchungen halfen die Leistung von Lithium-Ionen-Akkus, die etwa Handys, Notebooks oder E-Fahrzeuge mit Strom versorgen, deutlich zu steigern, so die Begründung der Jury der Körber-Stiftung.

Grey hat Chemie an der Universität Oxford studiert, bereits mit 22 Jahren erste Fachartikel im renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlicht und mit 27 Jahren promoviert. Seitdem beschäftigt sie sich mit der Technik von Batterien.

Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Lithium-Ionen-Akkus sind zum Speicher-Standard geworden, ohne sie läuft heute bei Smartphones, E-Bikes oder Elektroautos nichts mehr. Picture Alliance

Neue Akkus sind notwendig

Lithium-Ionen-Akkus sind in den vergangenen 30 Jahren zum Speicher-Standard geworden. Allerdings sei das Ende der Entwicklung bei diesen Akkus bald erreicht, weil sie nicht genügend Energiedichte hätten und alle irgendwann an Kapazität verlören, so Grey. Deswegen forsche sie auch an zukünftigen Energiespeichersystemen, die diese Probleme nicht hätten.

Die Zukunft: Lithium-Luft-Akku

Zum Beispiel der Lithium-Luft Akku. Darin reagiert das Lithium mit dem Sauerstoff der Luft zu Lithium-Peroxid oder zu Lithium-Hydroxid.

Das wäre der ultimative Energiespeicher - wenn wir das hinbekämen, wäre das der Durchbruch!

Diese Prinzip würde die zehnfache Energie eines herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus liefern und hätte damit eine Energiedichte wie Benzin, erklärt die Forscherin. Für Grey ein Ansporn, ihre Batterienforschung immer weiter zu treiben. Auch weil sie so ihren Beitrag zur geplanten Klimaneutralität bis 2050 leisten wolle.

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