Bitte warten...

Materialforschung Dünnstes Gold der Welt hergestellt

Britische Forscher haben das bislang dünnste Gold der Welt hergestellt: Zwei Atome übereinander geschichtet. Die extra dünnen Goldscheiben könnten in der Industrie zum Einsatz kommen.

1:25 min

Mehr Info

Materialforschung

Dünnstes Gold der Welt

Thomas Hillebrand

Britische Forscher haben das bislang dünnste Gold der Welt hergestellt: Zwei Atome übereinander geschichtet. Wofür braucht man das?

Sie sind dünn, sehr dünn, messen gerade einmal 0,47 Nanometer, das ist eine Million Mal dünner als ein menschlicher Fingernagel – und die Wissenschaftler der Universität Leeds sind mächtig stolz auf das, was ihnen da gelungen ist. Sie haben extrem dünne Gold-Scheiben hergestellt, gerade einmal 2 Atomlagen dick.
Es ist, so sagen die britischen Gold-Forscher, wie ein zweidimensionales Material in einer dreidimensionalen Welt – und sie betonen auch, dass sich jetzt nicht die Schmuckdesigner dieser Welt auf neue Möglichkeiten freuen können, ihre Werke zu vergolden, sondern vor allem die Industrie.

Gold auf Platine

Gold ist auch ein wichtiger Werkstoff in der Elektronik

Gold als Katalysator für chemische Prozesse

Denn die ultra-flache Goldschicht soll in Zukunft viele industrielle Anwendungen deutlich einfacher und billiger machen. In der Chemieindustrie zum Beispiel werden kleinste Goldpartikel schon lange als Katalysatoren genutzt, sie machen chemische Prozesse schneller oder überhaupt erst möglich.
Und weil es bei der superdünnen Goldfolie nur zwei Atom-Lagen gibt, zeigen alle Gold-Atome nach außen, können also alle mit der Umgebung reagieren. Daher ist ein solcher Katalysator, das zeigen erste Labortests, 10 Mal effizienter als alles, was bislang in der Industrie verwendet wird.

Goldene Zukunft für dünnstes Gold

Für die britischen Forscher sind aber auch Anwendungen in der Medizintechnik, der Elektrotechnik oder auch der Wasseraufbereitung denkbar.
Sie sehen für ihr „dünnstes Gold der Welt“ eine wahrhaft „goldene Zukunft“