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Die selbstgenähten Alltagsmasken müssen alle paar Tragestunden gereinigt werden. Viele Reinigungsideen sind im Netz zu finden: Von der Waschmaschine bis hin zum Backofen oder der Mikrowelle. Was ist die beste Methode?

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Ab Montag gilt die Maskenpflicht in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg – beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Das meistgenutzte Modell werden sicherlich die selbstgenähten Mund-Nase-Masken sein. Wie bekommt man diese Masken nach dem Tragen wieder keim- und virenfrei?

Wenn man im Internet guckt, findet man dafür ganz viele Möglichkeiten:

  • von der Mikrowelle
  • über kochendes Wasser
  • bis hin zur Standardwäsche in der Waschmaschine.

Wir ordnen diese Vielzahl an Möglichkeiten mal ein.

Fettbehülltes Virus mag nicht gewaschen werden

Fangen wir doch mal beim Naheliegendsten an: Waschmaschine, Waschmittel, 60 Grad. Oder auch 90 Grad, Funktioniert das? Ja, das funktioniert. Das Coronavirus ist ein behülltes Virus. Es liegt unter einer Fetthülle verborgen und die wird vom Waschmittel zerstört. Die hohe Temperatur tut ihr Übriges, um die Struktur von Viren zu zerstören.

Aber beachten: Der Stoff und die Gummibänder der Maske sollte die hohen Temperaturen beim Waschen auch aushalten können.

Vor allem selbstgenähte Schutzmasken müssen regelmäßig gereinigt werden. Das wird wohl kein Virus in der Waschmaschine über 60 Grad überleben. (Foto: Imago, imago images/CHROMORANGE)
Vor allem selbstgenähte Schutzmasken müssen regelmäßig gereinigt werden. Das wird wohl kein Virus in der Waschmaschine über 60 Grad überleben. Imago imago images/CHROMORANGE

"Geheimtipp Mikrowelle" - Virus stirbt, aber Schmutz bleibt

Die Waschmaschine stellt man aber ja auch nicht jeden Tag an. Wie sieht es denn aus mit der Mikrowelle? Falls die Maske einen eingearbeiteten Draht besitzt oder eine Nasenklemme aus Metall, ist das keine gute Idee. In der Mikroelle wird es dann sofort krachen und blitzen – es bilden sich Funkenstrecken.

Ohne Metall kann man in der Mikrowelle die Coronaviren innerhalb weniger Minuten durch Hitze zerstören. Die Temperatur lässt sich aber nur schwer regulieren. Und: Wenn die durchfeuchtete, mit Keimen versehene Maske in der Mikrowelle erhitzt und getrocknet wird, sind die Viren vielleicht zerstört – aber all der andere Schmutz, der aus Mund und Nase in die Maske gelangt ist, ist ja noch drin. Und kann beim nächsten Durchfeuchten einen tollen Nährboden für die nächste Keimgeneration bilden. Deshalb doch eher die Maske waschen anstatt nur in der Mikrowelle erhitzen.

Schutzmasken, die Metall enthalten, dürfen in keinem Fall in die Mikrowelle. Die Mikrowelle tötet zwar Viren, aber der Schmutz bleibt in der Maske. (Foto: Imago, imago images / Panthermedia)
Schutzmasken, die Metall enthalten, dürfen in keinem Fall in die Mikrowelle. Die Mikrowelle tötet zwar Viren, aber der Schmutz bleibt in der Maske. Imago imago images / Panthermedia

Mundschutz im Backofen - bestenfalls zum Trocknen nach der Wäsche

Also: Mikrowelle nur mit Einschränkungen – und der Backofen? Bei 90 Grad? Ja, ebenso denkbar. Aber auch hier: Die Hitze zerstört das Virus, aber der Schmutz aus Mund und Nase hängt dann noch getrocknet in der Maske fest. Nicht schön. Richtig waschen und dann im Backofen trocknen ist der sinnvollere Prozess. Denn allein die Seife beim Waschen zerstört schon das Virus.

Mundschutz beim Backen macht vielleicht Sinn, Mundschutz im Backofen nur bedingt. (Foto: Imago, imago images/Eibner Europa)
Mundschutz beim Backen macht vielleicht Sinn, Mundschutz im Backofen nur bedingt. Imago imago images/Eibner Europa

Schnelle Notlösung: Masken in den Kochtopf

Und dann noch die Variante mit dem Topf auf den Herd, heißes Wasser, vielleicht ein wenig Waschmittel – die Masken rein. Geht das? Ja, das geht sehr gut. Das ist die kleine Variante der Kochwäsche in der Maschine.

Der heiße Kochtopf mit Wasser gilt als gute Notlösung zur Reinigung von selbstgenähten Schutzmasken. (Foto: Imago, imago/Gottfried Czepluch)
Der heiße Kochtopf mit Wasser gilt als gute Notlösung zur Reinigung von selbstgenähten Schutzmasken. Imago imago/Gottfried Czepluch
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