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Schon länger sprechen wir von einer Corona-Epidemie in Deutschland.
Nun hat die WHO die Ausbreitungs des neuen Coronavirus als Pandemie eingestuft. Doch was bedeuten diese Begriffe genau?

Eine Krankheitswelle ist dann eine Epidemie, wenn in einer bestimmten Region überdurchschnittlich viele Menschen sich mit dem selben Krankheitserreger infizieren. Außerdem muss die Krankheitswelle zeitlich beschränkt sein. Eine Epidemie kann also nur eine Woche dauern, aber auch mehrere Monate, wobei sie immer ein Ende hat.

Epidemie kann Naturkatastrophen

Eine Epidemie kann durch einen neuen Erreger ausgelöst werden, wie beim neuartigen Coronavirus. Aber auch bei bekannten Erregern kann es zum Beispiel nach Naturkatastrophen wie einem Erdbeben auch zu einer Epidemie kommen. Durch Faktoren wie fehlendes sauberes Trinkwasser und viele Menschen, die auf engem Raum leben müssen, können sich hier bestimmte Krankheiten gut verbreiten.

Dass es eine Epidemie gibt, sagt aber nichts über die gesamte Anzahl an Erkrankten aus, wie schwer die Krankheit verläuft oder welche Auswirkungen die Krankheitswelle auf die Gesellschaft hat.

Pandemie verbreitet sich weltweit

Auch bei einer Pandemie gibt es überdurchschnittliche viele Infektionen mit einem bestimmten Erreger und wie bei der Epidemie ist die Pandemie auch zeitlich begrenzt. Bei einer Pandemie breitet sich die Krankheitswelle allerdings weltweit aus und nicht mehr nur in bestimmten Regionen wie bei der Epidemie.

Ob eine Krankheitswelle nach diesen Kriterien als Pandemie bezeichnet wird, entscheidet aber final erst die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus hat die WHO am 11. März als Pandemie eingestuft. Konkrete Auswirkungen hat diese neue Einstufung nicht. Sie ist mehr ein Appel an die Staaten noch mehr gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu tun. Denn aktuell würde noch zu wenig getan, der Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einem "alarmierenden Grade an Untätigkeit".

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