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Deutschlands CO2-Emissionen sind 2019 unerwartet stark gesunken. Damit kommen wir dem aktuellen Klimaschutzziel ziemlich nahe. Wissenschaftler warnen aber, es sei keine dauerhafte Senkung in Sicht. Werner Eckert aus der SWR Umwelt-Redaktion kommentiert:

Ein schöner Erfolg, aber wohl kaum zu wiederholen. Wir verdanken das vor allen Dingen dem starken Wind in 2019. Dazu ist gekommen, dass der Verbrauch an Energie insgesamt gesunken ist. Das verdanken wir auch der Wärme - vor allen Dingen im Winter. Und letztlich ist auch die Kohleverstromung drastisch zurückgegangen. Stattdessen ist mehr Gas verbrannt worden in den Kraftwerken. Warum? Weil der Kohlendioxid-Preis, den die EU aufruft, deutlich gestiegen ist. Das macht Gaskraftwerke, die besser fürs Klima sind, wirtschaftlicher.

Doch all diese Effekte sind Einmaleffekte und nicht ohne weiteres zu wiederholen. Außerdem hat sich in allen anderen Sektoren, also bei den privaten Heizungen etwa und vor allen Dingen beim Verkehr gar nichts zum Positiven hin gewendet. Also wenn Deutschland sein Klimaziel erreichen wollte - in diesem laufenden Jahr - dann müsste noch ein Wunder geschehen.

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