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Woher kommt "der Teufel ist ein Eichhörnchen"?

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Rolf-Bernhard Essig
Rolf-Bernhard Essig (Foto: IMAGO, SWR, imago/Lichtgut)

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Teuflisch: rot, schwarz, flink

Der weit verbreitete Spruch hängt damit zusammen, dass das Eichhörnchen immer schon im Aberglauben negativ besetzt war. Denn zwei Faktoren verbinden es mit dem Teufel: Die Farbe – rot oder schwarz – und die Geschwindigkeit.

Die Geschwindigkeit ist ganz typisch für den Teufel und wird ihm immer wieder zugesprochen. Es gibt sehr viele Jagdgeschichten, Jägerlatein zum Teil, wo jemand auf ein Eichhörnchen zielt und dann immer daneben schießt. Und plötzlich ist das Tier ganz wo anders – mit teuflischer Geschwindigkeit, wie man früher gesagt hat.

Das hat dazu geführt, dass man sagte „der Teufel ist ein Eichhörnchen“; er kann sich ganz schnell ändern. Es kann aber auch heißen „du kannst dich täuschen“. Und man hat es auch verwendet, um Leute, die abergläubisch sind, auf den Arm zu nehmen. Dann sagte man „der glaubt, dass der Teufel ein Eichhörnchen ist“.

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