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Gábor Paál (Foto: SWR, Gábor Paál)

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Vollmilchschokolade zum Beispiel ist weicher, schmilzt früher als Bitterschokolade. Das liegt an den Milchbestandteilen. Vollmilchschokolade enthält immer Milchfett, und das senkt den Schmelzpunkt, sodass die Schokolade schon bei relativ niedrigeren Temperaturen weich wird. Bitterschokolade enthält in der Regel keine Milchbestandteile, dafür umso mehr Kakaomasse – und Kakaomasse ist nichts anders als zermahlene Kakaobohnen, also eine ohnehin „feste“ Substanz. Und durch den höheren Kakaomasseanteil ist die Mischung der Bitterschokolade bei gleicher Temperatur fester und härter als Milchschokolade.

Generell besteht Schokolade aus sehr unterschiedlichen Substanzen, deshalb hat Schokolade ja keinen scharfen Schmelzpunkt. Ab ca. 23°C wird sie zunehmend weicher und oberhalb von 37°C – sprich Körpertemperatur – ist sie flüssig. Es ist ja bekannt, dass man Schokolade nicht lange ungestraft einfach so in der warmen Hand halten sollte.

Besonders empfindlich ist Schokolade mit Füllung. Das liegt daran, dass die Füllungen selbst entweder bereits flüssig sind oder aber bei Zimmertemperatur schon ziemlich weich sind. Bei der gefüllten Schokolade muss ja dann praktisch nur noch die schokoladige Ummantelung schmelzen, und das geht dann einfach schneller als bei massiver Schokolade.