STAND
AUTOR/IN
Gábor Paál (Foto: SWR, Gábor Paál)

Audio herunterladen ( | MP3)

Da kommen mehrere Effekte zusammen. Erst mal nimmt mit der Höhe ja der Druck ab. Je höher wir über dem Meeresspiegel sind, desto dünner ist die Atmosphäre, desto weniger Luft lastet über uns. Druck und Temperatur wiederum hängen zusammen – das kennen wir von der Fahrradpumpe: Wenn wir drücken, wenn der Druck zunimmt, wird’s wärmer. Umgekehrt: Wenn sich Luft ausdehnt und dünner wird, dann lässt der Druck nach, und die Temperatur sinkt. Und das ist es, was im Hochgebirge passiert oder überhaupt in höheren Luftschichten: Es wird kühler. Das ist der eine Grund.

Luftige Höhen (Foto: dpa) (Foto: dpa)
Luftige Höhen (Foto: dpa) dpa

Der andere ist: Woher bekommt denn die Luft um uns herum ihre Temperatur? Sie bekommt sie hauptsächlich von der Erdoberfläche. Das heißt, Sonnenlicht scheint auf den Erdboden, wird dort kurzfristig absorbiert und dann als Wärme zurück in die Atmosphäre gestrahlt. Das heizt die Luft auf. Und da werden natürlich die Luftschichten unmittelbar über dem Erdboden erst mal am stärksten erwärmt. Aber dann kommt noch etwas dazu, und das ist Wasserdampf. Und der hängt auch wieder mit dem Druck zusammen. Je höher der Druck ist, desto mehr Wasserdampf kann die Luft aufnehmen, das heißt, die unteren Luftschichten können mehr Wasserdampf speichern.

Also noch mal unser Bild: Die Erdoberfläche strahlt Wärmestrahlung in die Atmosphäre zurück, und jetzt nehmen die unteren Luftschichten - weil mehr Dampf drin ist - auch mehr Wärme auf, als die oberen Luftschichten. Und deshalb ist es auf Meeresniveau wärmer als 1000 oder 2000 Meter darüber.