1000 Antworten Woher kommt der Sauerstoff?

Dauer

Vor 1000 Millionen Jahren fingen Bakterien in den Ozeanen damit an, Sauerstoff zu produzieren. Später dann gesellten sich Algen dazu. Nicht zu vergessen: Die Kohlewälder vor 300 Millionen Jahren, die Unmengen von Sauerstoff freisetzten.

Wenn ein Baum verbrennt oder auf dem Waldboden langsam verrottet, verbraucht er genauso viel Sauerstoff, wie er Zeit seines Lebens produziert hat. Nicht so die Kohlewälder. Sie wurden mit Boden bedeckt und so dem natürlichen Kreislauf entzogen. Was blieb, war Sauerstoff.

Wenn wir tief „Luft holen“, dann atmen wir Sauerstoff – erstmals produziert in früheren Erdepochen: Nahezu 98 Prozent des Sauerstoffs in der heutigen Atmosphäre resultiert aus dieser Zeit. Aus den Pflanzen, die im Erdboden konserviert wurden, entstanden Erdöl, Erdgas oder Kohle. Auf diese Weise blieb uns der Sauerstoff bis heute erhalten.

„Grüne Lungen“, unsere Wälder weltweit, können da nicht mithalten. Am Sauerstoffanteil der Luft ist die sogenannte „Landbiosphäre“ nur mit 0,7 Prozent beteiligt. Eigentlich haben die urzeitlichen Pflanzen 50 mal mehr Sauerstoff produziert, als wir heute in der Atmosphäre finden. Das Meiste davon ist im Erdreich verschwunden. Vor allem das Eisen hat den Sauerstoff begierig aufgenommen und chemisch gebunden. Wäre das Erz nicht gewesen, wir würden heute nahezu reinen Sauerstoff atmen ... und ständig mit einem roten Kopf herumlaufen.

Ein Beitrag von Michael Engel