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Carsten Watzl (Foto: privat)

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Das hat verschiedene Gründe: Curevac hat mit der Phase 3, also dieser Zulassungsstudie, etwas später angefangen. Und sie führen diese Studie teilweise hier in Deutschland durch. Da hatte natürlich Biontech viel mehr Glück; die haben die Studie in den USA und in Südamerika durchgeführt. Denn für die Studie muss ich ja nicht nur alle Leute rekrutieren und die impfen. Sondern nachdem ich das getan habe, muss ich warten, bis sich genügend Leute infiziert haben.

Über den letzten Sommer hatten wir hier in Deutschland aber sehr wenige Infektionen. [Aussage bzgl. der Infektionen nach Rücksprache mit Prof. Watzl nachträglich geändert – Anm. d. Redaktion] Deshalb muss ich viel länger warten, bis ich meine Ereignisse zusammen habe, sodass ich sagen kann: Jetzt habe ich hier genügend Infektionen und kann statistisch sauber sagen: Nun habe ich mehr Infektionen in der Placebogruppe als in der Impfgruppe. Dann kann ich diese Effektivität berechnen. Das war sicherlich ein Grund dafür.

Wird der Curevac-Impfstoff ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sein?

Davon gehe ich aus; es ist auch ein mRNA-Impfstoff. Die Leute in Tübingen wissen ganz genau, was sie da tun. Ich habe noch keine Daten von denen gesehen, da muss man wirklich noch abwarten. Aber ich wäre sehr überrascht, wenn das bei denen nicht auch erfolgreich wäre.

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