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Gábor Paál (Foto: SWR, Gábor Paál)

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Luftdruck: Ergebnis von Luftbewegungen

Der Luftdruck ist im Wesentlichen ein Ergebnis von Luftbewegungen. Dabei kommt es vor allem darauf an, ob ich mich an einer Stelle befinde, wo Luft absinkt, oder an einer Stelle, wo Luft aufsteigt.

Über uns ist ja eine kilometerdicke Luftsäule. Wenn ich an einem Ort bin, wo die Luft absinkt, dann drückt die gesamte Atmosphäre über mir mit ihrem ganzen Gewicht nach unten. Dadurch ist der Luftdruck dann hoch. Steigt die Luft dagegen auf, führt das zu niedrigem Druck – die aufsteigende Luft wirkt wie eine Entlastung. Das heißt, Hoch- oder Tiefdruck ist vor allem eine Frage von aufsteigenden oder sinkenden Luftmassen.

Tiefdruckgebiete am Äquator

Dort dort, wo die Luft aufsteigt, regnet es eher. Nehmen wir als extremes Beispiel die Äquatorgegend. Was passiert da? Dort steht die Sonne im Zenit, hat also die stärkste Strahlkraft. Wenn sie vormittags runterbrezelt, heizt sie erst mal die bodennahen Luftschichten auf. Nun steigt warme Luft bekanntlich auf. Aufsteigende Luft bedeutet Tiefdruck – deshalb haben wir am Äquator ein ständiges Tiefdruckgebiet.

Dann geht die Geschichte weiter: Die Luft steigt auf und kühlt dabei ab. Irgendwann schließlich erreicht sie eine Höhe, wo es so kühl ist, dass die Feuchtigkeit in der Luft kondensiert und sich Wolken bilden. Dann kommt es zu den starken Regenfällen, die wir aus den Tropen kennen. Das ist der Zusammenhang: Tiefdruck = Luft steigt auf, Feuchtigkeit kondensiert, es regnet.

Sahara: ständiges Hochdruckgebiet

Da ist es genau umgekehrt, da sinken die Luftmassen. Je tiefer sie sinken, desto mehr erwärmen sie sich. Und je mehr sie sich erwärmen, desto trockener werden sie – deshalb heißt Hochdruck in der Konsequenz: Trockene Luft, wenig Wolken, viel Sonne. Das Extrembeispiel sind die natürlichen Wüstengegenden der Erde – also etwa die Sahara – das ist im Grunde ein ständiges Hochdruckgebiet.

Wir hier in Mitteleuropa dagegen sind in einer Gegend, wo wir beides in schöner Abwechslung haben: mal Hoch, mal Tief.

Eigentlich ja ganz lustig, denn ohne diesen Zusammenhang gäbe es das Wort Stimmungsbarometer auch gar nicht. Aber so ist es tatsächlich: Zeigt das Barometer Hochdruck an, ist Sonne zu erwarten – und damit steigt tendenziell auch die Stimmung.