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Rolf-Bernhard Essig (Foto: Imago, SWR, imago/Lichtgut)

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Ursprünglich norddeutsche Redensart

Ich bin gebürtiger Hamburger und insofern kenne ich „Butter bei die Fische“ natürlich auch gut. Die Redewendung heißt: „Komm zum Wesentlichen“. Das kommt daher, dass man in Norddeutschland gesagt hat: Wenn jemand seine Fische mit Butter zubereiten kann, dann muss er reich sein; das konnten sich nur reiche Leute leisten. Man meinte damit aber auch, dass das „etwas Vollständiges“ sei. Erst mit der Butter bei den Fischen ist das ein reiches, optimales, perfektes Gericht.

Auf den Punkt kommen

Und wenn man dann sagt: „Gib mal Butter bei die Fische“ heißt das: „Hör mal auf mit dem Rumreden um den heißen Brei.“ Denn: „Wenn du die Butter dazugetan hast, dann ist die Sache klar“. Dann ist das Wesentliche auch noch dabei“ und damit ist dann eben auch das Erwünschte geschehen.

Das versteht aber interessanterweise heute fast jeder auch in Bayern, wo ich wohne. Auch dort ist das gebräuchlich geworden. Ähnlich wie „Wat dem een sin Uul ist dem andern sin Nachtigall.“ Das wird so in der mundartlichen Färbung gesagt. Das versteht man hier auch.

Und das mit „Butter bei die Fische“ ist auch durch Fernsehen und Radio sehr verbreitet worden. Da hab ich höchstens in einem Dörfchen mal Schwierigkeiten, aber ansonsten versteht das jeder.

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