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Welche Bedeutung hat die Silbe "um" in Ortsnamen?

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Das sind Orte, die früher auf „heim“ endeten wie z. B. Weilheim, Schopfheim, Mülheim usw. „Heim“ bedeutet „Behausung“. Durch die unterschiedliche Aussprache in den einzelnen Dialekten verändert sich die Silbe: „heim“ wird in Bayern zu „ham“, z. B. Parzham. In anderen Dialekten wird es zu „em“. Wir sagen daher nicht der „Mannheimer“, sondern der „Mannemer“ und wir gehen nach „Mannem“. So ist Dahlem z. B. eigentlich „Talheim“.

In Norddeutschland wird „heim“ zu „um“. Ein schönes Beispiel ist Bochum: das Heim an den Buchen. Beckum wäre im Süddeutschen Bachheim.

Besonders im Ripuarischen, das sind rheinische und niederdeutsche Dialekte, wurde das „heim“ zu „um“.