1000 Antworten "Butter bei die Fische" – Woher kommt das?

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Ich bin gebürtiger Hamburger und insofern kenne ich „Butter bei die Fische“ natürlich auch gut. Die Redewendung heißt: „Komm zum Wesentlichen“. Das kommt daher, dass man in Norddeutschland gesagt hat, wenn jemand seine Fische mit Butter zubreiten konnte, dann war das etwas, das nur reiche Leute tun konnten. Man meinte damit aber auch, dass das „etwas Vollständiges“ sei. Also erst mit der Butter bei den Fischen ...

Ach so, also „rede nicht rum, sondern komm zum Wesentlichen!“

Genau. Erst wenn die Butter dazugekommen ist zu den Fischen, dann ist das sozusagen ein reiches, ein wunderbares, ein optimales, perfektes Gericht. Und wenn man dann sagt: „Gib mal Butter bei die Fische“ heißt das: „Hör mal auf mit dem Rumreden um den heißen Brei.“ Sondern: „Wenn du die Butter dazugetan hast, dann ist die Sache klar“. Dann ist das Wesentliche auch noch dabei“ und damit ist dann eben auch das Erwünschte geschehen.

Das versteht aber interessanterweise heute fast jeder auch in Bayern, wo ich wohne. Auch dort ist das gebräuchlich geworden. Ähnlich wie „Wat dem een sin Uul ist dem andern sin Nachtigall.“

Aber das müssten die dann ja auf Hochdeutsch sagen.

Nein, das stimmt nicht. Das wird auch in der mundartlichen Färbung gesagt: „Wat dem een sin Uul ist dem andern sin Nachtigall.“ Das versteht man hier auch. Und das mit „Butter bei die Fische“ ist auch durch Fernsehen und Radio sehr deutlich verbreitet worden. Da hab ich höchstens in einem Dörfchen mal Schwierigkeiten, aber ansonsten versteht das jeder.