Akustik

Hört man in einer Muschel wirklich das Meeresrauschen?

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AUTOR/IN
Noa Lübcke
Gábor Paál
Gábor Paál (Foto: SWR, Gábor Paál)

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Meeresschnecke verstärkt Umgebungsgeräusche

Nein, das Rauschen, das wir in Muscheln hören, ist nicht das des Meeres. Wie soll das auch gehen? Geräusche bleiben nicht in einem Hohlraum gespeichert. Es ist auch nicht das, was gelegentlich behauptet wird: Der Blutfluss in unseren Adern, der in der Muschel angeblich reflektiert wird.

Was wir in der Muschel hören, sind vielmehr die Geräusche aus der jeweils aktuellen Umgebung. Diese können sich in der Muschel – bzw. der Meereschnecke – verstärken.

Je nachdem, wo wir uns gerade befinden, können die ziemlich ähnlich klingen wie Meeresrauschen. Das liegt am Hohlkörper des Schneckengehäuses; das wirkt akustisch wie eine Resonanzkammer. Die Schallwellen von außen schwingen in der Luftsäule hin und her, und diese Frequenzen treffen dann wieder auf unser Gehör. Je nachdem, wie groß so ein Gehäuse ist, ist auch der Ton eher höher oder tiefer.

Gleicher Effekt bei Gläsern und Dosen

Nicht nur die Meeresschnecke, sondern auch andere Hohlräume, wie Gläser oder Dosen, können diesen Effekt auslösen. Sogar unsere Hände können, wenn wir sie richtig formen, solch ein "Rauschen" erzeugen.

Sobald wir aber mit der Muschel in einen schalldichten Raum gehen, verschwindet dieses angebliche Meeresrauschen.

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