Schwangerschaft

Gibt es Schwangerschaftsdemenz wirklich?

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Mirjam Kunze
PD Dr. med. Mirjam Kunze  (Foto: Universitätsklinik Freiburg)

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Kognitive Leistung verschlechtert sich vor und nach der Geburt

Ja, an der Schwangerschaftsdemenz ist tatsächlich was dran. Es gibt Untersuchungen darüber, dass in der Schwangerschaft im letzten Trimenon, also im dritten Schwangerschaftsdrittel, und vor allem nach der Geburt, also postpartal, die kognitive Funktion tatsächlich etwas schlechter ist im Vergleich zu Frauen, die nicht schwanger sind oder nicht entbunden haben.

Ursachen: 4 mögliche Faktoren lassen sich benennen

  1. Die Prioritätensetzung: Eine hochschwangere Frau oder eine Frau, die stillt, hat den Fokus auf dem Kind. Das ist auch richtig so, auch in der Schwangerschaft: Im letzten Trimester beginnt der Nestbau. Da konzentriert man sich also auf andere Sachen, es rückt anderes in den Fokus, man hat andere Prioritäten. Die Natur hat es gut eingerichtet, dass man dann nicht an andere Sachen denkt, zum Beispiel Berufliches.
  2. Der Schlafmangel, vor allem nach der Geburt, wirkt sich aus.
  3. Die Hormone spielen eine Rolle.
  4. Auch Schmerzen direkt nach der Geburt können Ursache sein.

Diese Faktoren können tatsächlich die kognitiven Funktionen etwas einschränken.

Komplette Normalisierung einige Zeit nach der Geburt

Die gute Nachricht ist: Bei der Kontrolle bzw. bei den Langzeitergebnissen, bei denen man die Frauen noch mal getestet hat, war eine eine komplette Normalisierung festzustellen. Man kann also auch zehn Kinder bekommen und wird sicher nicht dümmer.

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