Gehirn

Woran erkennt man eine beginnende Alzheimer-Erkrankung?

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Wenn Sie sich als sehr vergesslich erleben, beobachten Sie sich: Ist es so, dass ich im Kurzzeitgedächtnis dauernd etwas vergesse, oder fallen mir zum Beispiel Leute nicht mehr ein, die ich auch schon lange nicht mehr gesehen habe, oder irgendwas, was länger zurückliegt?

Starkes Nachlassen des Kurzzeitgedächtnisses und Orientierungsstörungen

Typisch für Alzheimer in der ersten Zeit ist ein ganz starkes Nachlassen des Kurzzeitgedächtnisses. Zum Beispiel nicht mehr zu wissen, was ich heute Mittag gegessen habe oder ähnliche Dinge.

Auch Orientierungsstörungen sind typisch. Also nicht nur eine Einschränkung im Gedächtnis, sondern richtige Störungen, bei denen Sie zum Beispiel überhaupt nicht mehr wissen, welche Tageszeit ist oder welches Datum wir haben.

Aber da muss man ein bisschen gnädig mit sich sein: Wenn Sie etwa in Rente oder im Urlaub sind, dann müssen sie nicht unbedingt zu jeder Zeit parat haben, welches Datum jetzt genau ist.

Eine gewisse Vergesslichkeit ist bei uns allen normal

Wir haben eine ganz massive Informations- und Reizüberflutung von morgens bis abends und wir können uns gar nicht alles merken. Wir haben ein ungeheuer leistungsfähiges Gehirn, und wenn wir gesund bleiben, bleibt es auch so bis ins ganz, ganz hohe Alter. Das heißt, ein gehirnorganisch gesunder Mensch kann bis zu einem Methusalemalter dazulernen und sich an unendlich viel erinnern. Er wird es nur nicht mehr ganz so schnell tun können wie in seiner Jugend.

Erst wenn wirklich ganz auffällige Ausfallerscheinungen auftreten, muss man sich ernsthaft Gedanken machen.