Physiologie Warum nehmen wir Hitze unterschiedlich wahr?

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Unsere Körper sind unterschiedlich - und unsere Psychologie auch.

Zum einen, weil unsere Körper unterschiedlich konditioniert sind:

  • Die einen fangen schneller an zu schwitzen, die anderen später.
  • Die einen haben höheren Blutdruck und bekommen dadurch bei Hitze schneller Kreislaufprobleme als die anderen.
  • Die einen haben eine dichte Lockenpracht, die die Hitze staut, die anderen eine Glatze – auch solche Dinge machen einen Unterschied.

Der zweite Faktor ist die Psychologie – so ähnlich wie Menschen unterschiedlichen Musikgeschmack haben, bewerten sie Hitze anders: Die einen finden schon den Gedanken an Hitze und schwitzende Menschen ganz furchtbar, für die anderen ist es der Inbegriff von richtigem Sommer.

Und der dritte Faktor ist wie wir uns Verhalten: typische Situation: Der eine liegt seit Stunden auf dem Sofa und fühlt sich ganz wohl, die Partnerin kommt nach Hause und stellt fest, oh hier ist es aber heiß im Haus. Die Wahrheit ist, sie ist gerade von der Arbeit heim geradelt, ihr Körper ist erhitzter, deshalb hat sie das Gefühl, die Wohnung ist heißer.

Kann man sich an Hitze gewöhnen?

Ja, der Mensch kann sich gewöhnen, der Körper passt sich an, das dauert aber ein bis zwei Wochen an. Der Körper fängt dann früher an zu schwitzen, scheidet aber dabei dann weniger Salz aus, so dass das subjektive Durstgefühl nicht so schnell kommt. Das ist so ein Effekt. Das ist aber auch sehr von der persönlichen Konstitution abhängig. Der Mensch kann sich aber auch psychologisch an Hitze gewöhnen. Wer mal länger in den Tropen gelebt und Hitze als etwas Alltägliches und Normales erlebt hat, erlebt vermutlich auch eine vorübergehende Hitzewelle zu Hause etwas gelassener bzw. weiß einfach, wie man solche Tage gut über die Runden bekommt, was gut tut und was nicht.

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