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Die Bakterien werden normalerweise nicht in der Luft freigesetzt. Sie fliegen nicht herum, haben keine Flügel, bleiben also ganz nah beim Patienten. Meistens handelt es sich um sogenannte Darmkeime. Die sind in der Regel nicht auf der Oberfläche des Patienten zu finden, sondern eher in seinem Stuhl. Basishygiene ist hier also ausreichend. Das bedeutet, dass die Ärzte und Pfleger entweder Handschuhe tragen oder sich nach Hautkontakt mit dem Patienten die Hände desinfizieren. Dann können diese Personen zur Weiterverbreitung nicht beitragen. Der wichtigste Verbreitungsweg geht tatsächlich über die Hände des Personals. Diese Menschen berühren täglich nicht nur einen, sondern viele Patienten. An dieser Schlüsselstelle setzen wir mit unseren also Interventionen an.

Falls es doch passiert: Wie erfährt man von der Ansteckung?

Meist weiß man das gar nicht, was normalerweise auch kein Problem ist. Bei den meisten Bakterien handelt es sich um solche, die zur normalen gesunden Flora des Menschen dazugehören und lediglich ein Resistenzphänomen entwickelt haben. Und wenn Sie keine Antibiotika-Therapie brauchen, dann merken Sie auch nicht, dass Sie ein Bakterium bei sich tragen, das resistent ist. Wahrscheinlich verlieren Sie es nach einiger Zeit wieder.