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Dauer

Wir bekommen ja in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit mit, ob im linken Blickfeld ein Tiger oder vielleicht doch nur eine Pute auftaucht. Oder ob ein Gesicht bekannt oder unbekannt ist. Diese Dinge erkennen wir sehr schnell. Eine interessante Vermutung ist, dass das deswegen so schnell geht, weil wir ständig unsere möglichen Erkenntnisse gegeneinander abwägen. Wir entscheiden ständig: Könnte das der Tiger oder der Freund sein? Ist das ein Baum oder ein Auto? Wir müssen nicht jedes Mal neu „erfinden“, was das jetzt sein könnte.

Was im Gehirn an Vorerfahrung, an Vermutungen und Hypothesen vorliegt, ist zum Großteil gelernt; das ist noch nicht in unseren Genen. Keiner würde behaupten, dass sich ein Smartphone oder auch nur ein Auto schon irgendwo in unserem Genom als Erkenntnis oder Objekt niedergelassen hat. Das muss also alles erst mal rein ins Gehirn. Das passiert wahrscheinlich während der Kindheit. Dieses Lernen brauchen wir, um dann so wahnsinnig effizient alles zuordnen zu können.

Tiger (Bild: Colourbox) (Foto: Colourbox)
Tiger (Bild: Colourbox)