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Seit Jahrhunderten wurde ein Zusammenhang zwischen Hormonen und Migräne angenommen. Das hängt damit zusammen, dass Frauen häufiger Migräne haben als Männer. Außerdem können menstruationsgebundene Migräne-Attacken auftreten. Früher wurde die Pille häufig zur Migränevorbeugung eingesetzt weil man glaubte, dass kurz vor der Regelblutung Migräne-Attacken durch den Hormonumschwung ausgelöst werden. Nun weiß man aber, dass die  Pille bei bestimmten Patienten das Schlaganfallrisiko erhöhen kann. Und das gilt auch für die Migräne. Bei schweren Migräneauren kann das Schlaganfallrisiko erhöht werden, gerade bei jungen Frauen. Unter einer Aura versteht man: neurologische Störungen. Aura ist in der Mythologie die Göttin der Morgenbrise. Und ähnlich wie es am Morgen flimmert und das Licht langsam stärker wird, so gibt es das bei der Migräne auch. Man sieht plötzlich Licht in Form von Zickzacklinien, Flimmern, Schleiern. Das Licht breitet sich im Gesichtsfeld allmählich aus und typischerweise dauert das 30 bis 60 Minuten. Wenn man nun zwei Probleme hat, die Pille und die Migräne, die beide die Schlaganfallrisiken erhöhen können, ist man natürlich doppelt vorsichtig. Wenn dann noch Bluthochdruck oder Übergewicht dazukommen, würde man davon abraten, die Pille zur Verhütung einzusetzen. Vor dem Einsatz sollte man die anderen Risikofaktoren in den Griff bekommen. Es gibt also kein generelles Verbot, die Pille zu nehmen, wenn man Migräneauren hat, aber man sollte aufpassen, dass man weitere Risiken für einen Schlaganfall vermindert und damit das Risiko so klein wie möglich hält.