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Man kann nicht pauschal sagen, dass sie keine Nuss ist. Es kommt darauf an, wen man fragt und wie man Pflanzen und Früchte einteilt.

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Gesellige Hülsenfrüchte mit holziger Hülle

Botaniker teilen Pflanzen gern nach Verwandtschaft ein. Wenn man fragt: Mit welchen anderen Pflanzen ist die Erdnuss verwandt, dann steht die Erdnuss den Bohnen und Erbsen viel näher als zum Beispiel der Haselnuss oder der Walnuss. Das kann man auch daran erkennen, wie Erdnüsse "verpackt" sind. Sie befinden sich nämlich – ähnlich wie Bohnen und Erbsen – in einer länglichen Hülse; in der Regel zusammen mit einer weiteren Erdnuss. Es sind somit Hülsenfrüchte. Der Unterschied zu Bohnen und Erbsen ist im Wesentlichen, dass diese Hülse holzig ist und man sie – anders als bei Bohnen – nicht mit isst.

Echte Nüsse sind Einzelgänger: jeder Samen mit eigener Schale

Echte Nüsse dagegen sind immer "einzeln" verpackt. Jede Nuss ist ja ein Samen, und jeder Samen hat bei echten Nüssen wie der Haselnuss eine eigene Schale. Deshalb sagen Botaniker: Die Erdnuss ist keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht.

Nussähnlich: Geschmack, fettreich, verschlossene Hülse, roh genießbar

Man kann aber Früchte auch danach einteilen, wie sie aussehen und beschaffen sind. Und da kann man die Erdnuss dann doch als Nuss bezeichnen. Denn sie befindet sich zwar in einer Hülse, aber anders als bei anderen Hülsenfrüchten bleibt diese Hülse grundsätzlich verschlossen – genau wie die Schale der Nuss. Die Erdnuss reift außerdem in der Erde, sie schmeckt nussig und man kann sie roh essen – anders als Erbsen und Bohnen. Und Erdnüsse enthalten viel Fett – genau wie echte Nüsse.

Deshalb kann man sagen: Für Botaniker mag die Erdnuss keine Nuss sein – aber man kann Früchte auch danach einteilen, wie sie aussehen und wie man sie verwendet. Und in diesem Sinn ist sie dann doch eine Nuss.

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