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Intelligenztests sind nach einem bestimmen Schema aufgebaut. Sie enthalten Material, das jeder kennt, beziehungsweise darf man nur Intelligenztests bei Menschen vorgeben, die das Material kennen: Zahlen, Buchstaben, Wörter. Dann aber muss man dieses Material auf neue Art und Weise kombinieren, zum Beispiel Zahlenreihenfolgen feststellen: In der Schule hat man natürlich mit Zahlen gerechnet – subtrahiert, addiert, multipliziert, dividiert. Im Test gilt es, Zahlenreihen fortzusetzen, zum Beispiel 2, 3, 5, 9 und so weiter. Man muss also schauen, was als nächstes kommt oder welche Gemeinsamkeiten zwischen Begriffen bestehen, die man bisher nicht gesehen hat.

Und daraus wird dann der Intelligenzquotient abgeleitet?

Ja. Wichtig dabei ist, dass der Intelligenzquotient kein absoluter Wert ist. Ich kann nicht sagen, dass jemand hat 0 Intelligenz, sondern das ist immer im Vergleich zu einer Gruppe zu sehen, die vorher definiert wurde.

Die mittlere Anzahl der Aufgaben, die in einer Gruppe gelöst wird, setzt man gleich mit dem Intelligenzquotienten 100. Wer mehr Aufgaben gelöst hat als der Durchschnitt, der ist eben etwas überdurchschnittlich intelligent. Und wer sehr viel mehr als der Durschnitt gelöst hat, ist hochbegabt.

Wenn es also nur einen einzigen Menschen auf der Welt gäbe, dann könnte man sein Gewicht und seine Größe feststellen, indem man ihn mit anderen Gegenständen vergleicht. Intelligenz kann man aber nur messen, wenn man Menschen mit anderen Menschen vergleicht. Sie ist also ein relativer Wert.