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Wenn das Einrenken fachlich gut gemacht wird, also wenn derjenige eine chirotherapeutische Ausbildung hat, besteht nur ein  geringes Risiko. Die Frage, wie  häufig es gemacht werden darf,  hängt damit zusammen, warum in einer bestimmten Region immer wieder Blockierungen auftreten.  Blockierungen können eben auch eine Reaktion auf verschiedene Veränderungen sein, beispielweise können  entzündliche Veränderungen innerer Organe, immer wieder Blockierungen hervorrufen. Und dann ist es nicht ausreichend die Blockierung zu lösen, sie zu manipulieren, man muss der Sache auf den Grund gehen, warum immer wieder diese Blockierungen auftreten. Darf ich fragen wo Sie die Blockierungen haben?

Ja, meistens so im Schulternackenbereich und häufig immer nach einer besonders körperlichen Anstrengung, also so nach der Gartenarbeit im Herbst zum Beispiel, oder auch mal nach einem Umzug, was auch schon der Fall gewesen ist. Und dann spüre ich ganz genau, dass die Wirbelsäule blockiert ist und ich habe eine gewisse Bewegungseinschränkung. Und nach dem Einrenken ist das alles wieder in Ordnung. Und ich habe aber natürlich auch immer die Angst, dass da irgendetwas ausleiert oder, überspitzt gesagt, oder, dass das schädlich wäre.

Wiederholten Manipulationen insbesondere im Halswirbelsäulenbereich können durchaus schaden. Diese wiederholten Manipulationen bedeuten durchaus auch einen Stress für die kleinen Wirbelgelenke, sie können sozusagen "ausleiern".

Das ist natürlich, man muss berücksichtigen, dass Frauen ein besonders weiches Bindegewebe haben und und in der Regel sehr viel mobiler sind als Männer. Und bei besonders mobilen Patienten und Patientinnen kommt es vor, dass immer wieder Blockierungen auftreten. Und dann ist es natürlich sinnvoll, dass man A die Blockierung löst, aber auch B die muskuläre Dysbalance behandelt und Ihnen insbesondere eine Muskelkräftigung verordnet.

In Form vom Gymnastik oder …

In Form von einer speziellen Krankengymnastik. Das ist deshalb wichtig, weil die Schultergürtelmuskulatur hat die besondere Eigenschaft, in Regionen zu verkürzen, das heißt durch Schreibtischtätigkeit kommt es zur Muskelverkürzung, und in diesen Bereichen verkürzter Muskeln dann eben auch gehäuft zu Blockierungen. Und daher ist es notwendig die verkürzten Muskelgruppen zu dehnen. Und da man nicht immer zum Krankengymnasten gehen kann, sollte man Ihnen dann zwei, drei gute Übungen lernen, die Sie regelmäßig – wir sagen dazu im Hausübungsprogramm – durchführen, damit das Ganze auch einen Hafteffekt hat.