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Arthrotische Veränderungen sind Abnutzungserscheinungen, die sich bei nahezu allen Menschen einstellen. Wir gehen davon aus, dass die Abnutzungserscheinungen ungefähr mit dem 30. Lebensjahr beginnen. Sicherlich gibt es Menschen, bei denen die verstärkt auftreten. Das kann auch belastungsabhängig sein. Aber die Arthrose ist ein ganz normaler Ablauf im Leben.

Was man verhindern kann ist erstens, dass aus der Arthrose, aus der einfachen Arthrose, eine sogenannte aktivierte Arthrose wird. Dass sich nämlich dann auf diesen Abnutzungszustand eine Entzündung aufpropft. Das kann dann noch mal eine Schmerzverstärkung bedeuten. Das ist medizinisch, insbesondere durch Medikamente, möglich zu verhindern. Das ist das eine.

Und das zweite ist, dass die Knochen, egal ob das jetzt eine Arthrose der Hüftgelenke, der Kniegelenke, der Wirbelsäule ist, eine feste muskuläre Stütze, wir sagen dazu auch einen guten Muskelmantel brauchen. Weil dann der Halteapparat muskulär unterstützt wird. Und das ist das, was in Ihrem Sinne, oder in Ihrem Falle, auch immer helfen wird. Das heißt, man muss Sie aktivieren. Und da ist der schwierigste Punkt zunächst einmal, Sie in die Aktivität zu bringen, weil Ihnen jetzt ja Bewegung noch schmerzhaft ist, noch weh tut. Und da ist es gescheit, wenn man zu Beginn der Therapie durchaus ergänzend Schmerzmedikamente einsetzt, damit es Ihnen leichter fällt sich bewegen zu können. Und dann brauchen Sie ein ganz gezieltes Krankengymnastikprogramm. Was zunächst der Krankengymnast mit Ihnen durchführt und im späteren Verlauf …

Um gezielt die Rückenmuskulatur zu stärken?

Genau. Da geht es um den Beckenboden, um die Beckenbodenmuskulatur, um die Gesäß- aber auch um die Bauchmuskulatur, so dass der Knochenapparat in ein festes muskuläres Stützkorsett eingespannt ist.