1000 Antworten Warum zieht Schwarz die Hitze an?

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Das lässt sich leicht beantworten, wenn man die Gegenfrage stellt: Wann ist eine Oberfläche schwarz? Sie ist dann schwarz, wenn sie das Licht, das auf sie fällt, vollständig schluckt und mit dem Licht auch die darin enthaltene Energie. Während eine weiße Oberfläche einen Großteil des Lichts reflektiert und damit die Energie wieder abgibt.

Und wie muss man sich dieses "Licht schlucken" vorstellen?

Wenn eine Oberfläche Licht "schluckt", bedeutet das vor allem, dass die eintreffenden Lichtstrahlen in Wechselwirkung treten mit den Atomen an der betreffenden Oberfläche. Die Physik erlaubt es ja, dass man sich das Licht als Teilchen vorstellt. Viele kleine Photonen, die auf die Oberfläche auftreffen. Ist eine Oberfläche hell, bedeutet das, dass ein großer Anteil dieser Photonen an der Oberfläche wieder abprallen. Ist ein Material dagegen dunkel, dann bedeutet das in der Regel, dass die Lichtteilchen die Atome in diesem Material anregen bzw. in Schwingungen versetzen. Das Lichtteilchen gibt also seine Energie ab und fliegt entsprechend nicht mehr davon. Die Energie bleibt im Material, und das wärmt sich auf diese Weise auf. So ungefähr kann man sich das vorstellen.

Wenn schwarz die Hitze anzieht – warum haben Afrikaner dann eine dunkle Haut? Oder warum bräunt sich die Haut in der Sonne? Das heizt den Körper doch noch zusätzlich auf?

Das stimmt. Die braune Haut schützt in der Tat auch nicht vor Wärme – sondern vor der gefährlichen UV-Strahlung. Die Bräune entsteht nämlich durch ein bestimmtes Farbpigment, das Melanin. Dieses Pigment entschärft sozusagen die UV-Strahlung, indem es sie absorbiert und den Strahlen damit ihre gefährliche Energie nehmen. Die Energie, die sonst die Zellen schädigen kann. Und deshalb wird die Haut auch dunkel. Denn für sie gilt das gleiche wie für andere Oberflächen auch: Je mehr Lichtstrahlen sie absorbiert, desto dunkler wird sie.