Redewendung Woher kommt "grinsen wie ein Honigkuchenpferd"?

Dauer

Die Szene kennt man: Der eine setzt ein schadenfrohes Gesicht auf, der andere sagt zu ihm: "Hör auf zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd!" Schon das abschätzige Wort "Grinsen" macht deutlich, dass es hier nicht um ein Lob geht. Nein, man macht sich über einen dümmlichen oder frechen Gesichtsausdruck lustig. Aber womit wird da eigentlich verglichen? Was ist ein Honigkuchenpferd?“

Man braucht nur auf einen der beliebten Weihnachtsmärkte zu gehen, um sie zu sehen. Freilich muss es einer mit traditionellem Angebot sein wie beispielsweise der Nürnberger Christkindlesmarkt. Hier gibt es noch Honigkuchen in Hülle und Fülle und in vielerlei Formen zu kaufen. Bekannter sind sie allerdings unter dem Namen Pfefferkuchen oder Lebkuchen. Immer geht es um ein Gebäck, das üblicherweise mit Honig sowie Gewürzen wie Zimt, Anis, Nelken, Piment und Kardamom verfeinert ist. Besonders zu Weihnachten diente es als Geschenk für Kinder und andere Naschkatzen.

Eine der beliebtesten Formen dafür war ein Pferd, nicht selten als Schaukelpferd dargestellt. Und den Kopf dieser leckeren Honigkuchenpferde ziert bis heute ein lustiges Dauergrinsen aus weißem Zuckerguss. So ein Grinsen lässt Menschen aber leider nicht fröhlich, sondern eben nur dümmlich oder gar frech aussehen.