Kino Warum heißen erfolgreiche Filme "Blockbuster"?

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"Blockbuster" nennt man Filme, die zum Kassenschlager werden oder – wie man früher sagte – zum Straßenfeger oder eben zum "Blockbuster". Und wenn der Film noch keiner ist – spätestens mit Oscar und Golden Globe dürfte er einer werden. Vom Erfolgs-Film, dem Blockbuster, träumen die großen Hollywood-Studios aber erst seit den 1950er-Jahren.

Fliegerbomber im Zweiten Weltkrieg

Vorher nämlich waren „blockbuster“ gefürchtet: Riesige Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg hießen „blockbuster“ – sie konnten mit einem Schlag einen ganzen Häuser-Block zerstören; im Englischen "to bust a block". Nach dem Krieg wurde aus der unpopulären Bombe dann ein „bombiger“ Unterhaltungserfolg abgeleitet.

Ein Lancaster Bomber der britischen Royal Air Force (RAF) in einem Museum in Hendon. Mit diesem Bomber wurden im Zweiten Weltkrieg mehr als 125 Einsätze über Deutschland geflogen. Unter dem Flugzeug ist eine 8.000 Pfund Minenbombe "Blockbuster" zu sehen. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, (c) dpa - Report)
Ein Lancaster Bomber der britischen Royal Air Force (RAF) in einem Museum in Hendon. Mit diesem Bomber wurden im Zweiten Weltkrieg mehr als 125 Einsätze über Deutschland geflogen. Unter dem Flugzeug ist eine 8.000 Pfund Minenbombe "Blockbuster" zu sehen. (c) dpa - Report

Warteschlangen entlang der Häuserblocks

Von den umfangreich ausgestatteten Kostümfilmen à la Ben Hur in den 1950ern bis zu den computeranimierten Kinoerfolgen heute: Wichtig sind und waren die Publikums-Schlangen vor der Kinokasse – die sich im Idealfall um einen ganzen Häuserblock zogen.

Und wichtig für einen Blockbuster ist mehr denn je: das Budget für die Werbung. Blockbuster – das Wort hat sich durchgesetzt: Es gibt auch Blockbuster-Ausstellungen – wenn Kunst endlose Besucherschlangen vor die Museen der Welt lockt. Und wenn ein Medikament besonders viel Geld in die Kasse der Pharma-Unternehmen gespült hat, gibt es auch den Pharma-Blockbuster.

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