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Gábor Paál (Foto: SWR, Gábor Paál)

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Keine Kuhmilch für Kinder im ersten Lebensjahr

Dass Milch für Kleinkinder nicht unbedingt zu empfehlen ist, haben sich nicht die Homöopathen ausgedacht, sondern dieser Rat kommt von den Allergologen. Denn man hat festgestellt: Wenn Kuhmilch allzu früh gegeben wird, kann sie Allergien auslösen oder zumindest fördern.

Die Milch enthält bestimmte Eiweiße, die allergen wirken. Manche Babys reagieren auf Kuhmilch unmittelbar allergisch, aber es gibt auch Hinweise, dass Milch mittelfristig Neurodermitis fördert bzw. generell die Anfälligkeit für Allergien. Deshalb lautet die allgemeine Empfehlung, Babys zumindest im ersten Lebensjahr gar keine Kuhmilch zu geben, auch keine anderen Milchprodukte, und auch in den Monaten danach eher vorsichtig damit zu sein. Kuhmilch sollte deshalb nicht als Ersatz für Muttermilch herhalten – da gibt es inzwischen bessere Muttermilchersatzprodukte.

Kinder brauchen Calcium – aber das muss nicht aus der Kuhmilch kommen

Auch heute ist noch oft zu hören, dass Milch viel Calcium enthalte, Calcium wichtig sei für den Knochenaufbau und Kinder daher Milch brauchen. Richtig ist: Kinder brauchen Calcium. Falsch ist, dass sie dafür zwingend auf Milch angewiesen wären. Kuhmilch ist keineswegs die einzige Calciumquelle. Viel Calcium ist in grünem Gemüse enthalten – Spinat, Brokkoli, Fenchel usw. Vor allem aber ist es natürlich im Leitungswasser und Mineralwasser drin, und dort – je nach Quelle – in einer viel höheren Konzentration. Zum Vergleich: Hundert Gramm Vollmilch enthalten 120 mg Calcium, die meisten Mineralwässer enthalten eher mehr, manche sogar das Vier- bis Fünffache.

Man kann also sagen: Bei älteren Kindern kann Milch – wenn keine Milchunverträglichkeit vorliegt – durchaus ein wertvoller Bestandteil der Nahrung sein; aber dass Kuhmilch unverzichtbar wäre und Kinder ohne Kuhmilch bleibende Knochenschäden davon tragen, davon kann man heute nicht mehr sprechen.

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