Geschäftsbericht 2020

Direktion Technik und Produktion

STAND

Die Direktion Technik und Produktion (TuP) versteht sich als effiziente und zentral organisierte Direktion mit standortübergreifenden Verantwortlichkeiten. Die Mitarbeitenden der Direktion stellen die technische Infrastruktur sowie deren Planung und Betrieb für jegliche Ausspielwege des SWR zur Verfügung. Sie sind zuständig für die Herstellung und Produktion multimedialer und formatspezifischer Inhalte von der Aufnahme über die Bearbeitung bis hin zur Verbreitung. Dazu zählen neben der Betreuung von Unterhaltungs- und Magazinsendungen die Herstellung der tagesaktuellen Formate und Produktionen zur non-linearen Verbreitung. Außerdem ist die Direktion TuP stetig bestrebt, neue Anforderungen und Entwicklungen im Zuge des technologischen Wandels und entlang der multimedialen Ausrichtung des SWR umzusetzen und voranzutreiben.

Das Bild zeigt ein Portrait von Michael Eberhard (Foto: SWR, Alexander Kluge)
Michael Eberhard, Direktor Technik und Produktion des Südwestrundfunks © SWR/Alexander Kluge Alexander Kluge

Start der Mainstage

Am 6. Oktober 2020 ist der SWR erfolgreich in ein neues Zeitalter gestartet. Mit dem „Marktcheck“ wurde in Stuttgart die erste Produktion im neuen Studiokonzept Mainstage aufgezeichnet. Anschließend wurde mit den Sendungen „Landesschau Rheinland-Pfalz“ und „Zur Sache Rheinland-Pfalz“ auch in Mainz der Betrieb aufgenommen. Das innovative modulare LED-Konzept erlaubt es, ohne große Umbaumaßnahmen viele verschiedene Sendeformate in einem Studio und an einem Tag zu produzieren. Außerdem kann das individuelle Erscheinungsbild jeder Sendung auf Knopfdruck eingespielt und so innerhalb kürzester Zeit das Set-Design geändert werden.

SWR Mainstage - ein multimediales Studio. Ein Mann steht mit Rücken zur Kamera, ein anderer verlässt gerade die Bühne. Auf einer LED-Fläche staht SWR Sport drauf. © SWRDominik Lippe (Foto: SWR, Dominik Lippe)
„SWR Sport“ wird u. a. in dem neuen digitalten Studio, der SWR Mainstage, produziert. © SWR/Dominik Lippe Dominik Lippe

SWR3 Visual Radio wird erfolgreich im SWR Fernsehen gesendet

Die SWR3 Morning-Show gibt es jetzt auch im TV. Genauer gesagt läuft der Visual Radio-Stream der SWR3 Morning-Show seit dem 16. März 2020 von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 7:55 Uhr im SWR Fernsehen. Der Kern des Konzeptes ist ein softwarebasierter Multimedia-Mischer für alle Ton-, Video-, Grafik- und Online-Inhalte. Neben bis zu zwölf Video-Livesignalen, Audio-, Playout- und Grafikkanälen können auch zwei Social-Media-Kanäle automatisiert verarbeitet werden. So sind nicht nur die Radiomoderatoren zu sehen, sondern auch Hintergrundinfos zur Musik sowie aktuelle Wetter- und Verkehrsmeldungen. Das Prinzip bietet eine einfache Ausspielung für unterschiedliche Plattformen. So ist das Signal nicht mehr nur auf SWR3.de zu sehen, sondern auch in unserem dritten Fernsehprogramm.

Sendeabwicklung „ARD-Südschiene“ beim SWR

Im Rahmen der ARD-Strukturreform ist das Konzept zur Sendeabwicklung „ARD-Südschiene“ beschlossen worden. Dieser ist der SWR nun einen entscheidenden Schritt nähergekommen. Nach einjähriger Pilotphase betreibt der SWR die Sendeabwicklung des Bildungskanals ARD-alpha, der vom Bayerischen Rundfunk verantwortet wird, mittlerweile im Regelbetrieb aus Baden-Baden. Die Geschäftsleitung des Bayerischen Rundfunks hat im Dezember einstimmig beschlossen, nach ARD-alpha auch das BR Fernsehen zukünftig durch den SWR abwickeln zu lassen. Somit ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im ARD-Strukturprojekt erreicht. In einem weiteren Schritt kann zukünftig eine zentrale Abwicklung der dritten Fernsehprogramme von BR, SR, HR und SWR beim Südwestrundfunk in Baden-Baden realisiert werden. Einmal mehr hat der SWR gezeigt, dass durch direktionsübergreifende Zusammenarbeit und fundierte sowie analytische Vorgehensweise professionelle Ergebnisse erzielt werden können.

Neues Ausschreibungsverfahren

Für die umfangreiche Erneuerung der Bewegtbildinfrastruktur ist der SWR erstmals neue Wege gegangen. Um neue Werkzeuge zur Erstellung von Bewegtbildprodukten zur Verfügung zu stellen und um neue Arbeitsmethoden und Workflows zu etablieren, wurde ein Projekt namens „Erneuerung der Bewegtbildinfrastruktur“ (EBIS) gestartet. Das Ausschreibungsverfahren ohne anschließende Auftragsvergabe ist neuerdings nicht mehr nur bei Architekten, sondern auch in der IT-Branche möglich. Dank dieses Verfahrens war es möglich, qualitativ hochwertige Wettbewerbsbeiträge zu generieren, die nicht unmittelbar an eine Vergabe gekoppelt sind.

Die aus den Konzepten ausgewählten Produkte werden einem Praxistest unterzogen und auf Basis der gewonnen Erkenntnisse werden später Umsetzungsprojekte im Rahmen einer Studioneukonzeptionierung gestartet. Der SWR ist damit einen völlig neuen Weg gegangen und hat in der Branche viel Aufmerksamkeit erregt.

Verbesserung der Ladezeiten auf unseren Webseiten

Permanent arbeitet der SWR an der Verbesserung der Performance und der Reduzierung von Ladezeiten für die Nutzerinnen und Nutzer unserer Online-Angebote. Neuerdings kann Transfervolumen eingespart werden, wodurch die Webseite für den User datentechnisch kleiner wird. Die eingesetzte Mobile-Resize-Optimierung wiederum liefert an das Bildschirmformat des Mobilgeräts angepasste Bildgrößen. Die gemessenen Ergebnisse dieser Maßnahmen sind positiv und versprechen eine noch attraktivere Erfahrung bei der Nutzung unserer Online-Angebote.

Empfangscheck: Neuer Service gestartet

Seit Februar 2020 gibt es für unser Publikum mit dem Empfangscheck einen neuen Service. Damit kann auf den SWR Webseiten (SWR.de/empfang) „gecheckt“ werden, ob und wie die Radio- und TV-Programme des SWR an einem bestimmten Ort empfangen werden können.

Hierzu muss man nur den Ort oder die Postleitzahl eingeben und schon lässt sich der Empfangscheck starten. Das Ergebnis der Suche zeigt übersichtlich, wie die SWR Programme über die verschiedenen Verbreitungswege per UKW, DAB+, Satellit, Kabel, DVB-T2 HD oder Internet empfangbar sind.

Arbeiten unter Pandemie-Bedingungen

Für die Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren in der Postproduktion wurde ein Konzept entwickelt, das die gemeinsame Bearbeitung von Medieninhalten bei räumlicher Trennung der Kolleginnen und Kollegen erlaubt. Damit kann das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 vollständig unterbunden werden. Die Voraussetzungen hierfür sind schnell geschaffen: Der Zugriff auf das Bearbeitungssystem erfolgt über die Anwendung TeamViewer, die auch eine Steuerung des entfernten Geräts ermöglicht. Autor*in und Cutter*in sind via Videokonferenz miteinander verbunden, während die Mediendateien über eine VPN-Verbindung und das SWR Netz gesichtet werden können. Die ersten Beiträge wurden bereits problemlos auf diesem Weg erstellt, geprüft und verbreitet.

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