Geschäftsbericht 2019

Programmdirektion Information

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Die multimediale Programmdirektion Information, Sport, Film, Service und Unterhaltung des SWR umfasst sechs Hauptabteilungen: Multimediale Chefredaktion, Sport, Service und Familie, Film und Doku, Programm-Management und Unterhaltung. Sie vereint die Ausspielwege Hörfunk, Fernsehen und Online.

Clemens Bratzler, SWR Programmdirektor Information © SWRAlexander Kluge (Foto: SWR, Alexander Kluge)
Clemens Bratzler, SWR Prorammdirektor Information © SWR/Alexander Kluge Alexander Kluge

Wechsel in der Direktion

Seit Ende 2019 ist Clemens Bratzler neuer Programmdirektor Information des SWR. Er folgt auf Dr. Christoph Hauser, der nach sieben Jahren als zunächst Fernseh- und späterer Programmdirektor in den Ruhestand wechselte. Neben seiner journalistischen Tätigkeit (u. a. Moderation „Plusminus“ sowie „Zur Sache Baden-Württemberg“) hat Herr Bratzler auch diverse Leitungsfunktionen innegehabt. Zuletzt war er bis 2019 Hauptabteilungsleiter Multimediale Aktualität sowie stellvertretender Landessenderdirektor Baden-Württemberg.

Wichtige Säule der ARD

Die Programmdirektion produziert und koordiniert Sendungen für Das Erste und das SWR Fernsehen sowie Zulieferungen zu den Sparten- und Digitalkanälen 3Sat, KiKA, ARTE, Phoenix, One, Tagesschau24 und ARD-alpha. Als zweitgrößte ARD-Anstalt realisiert der SWR etwa jede fünfte Sendung im ARD-Angebot. Hierzu zählen bspw. „Report Mainz“, „ARD Buffet“, Ausgaben des „Weltspiegels“ und von „Plusminus“ sowie diverse fiktionale und dokumentarische Produktionen.

Mit dem Dialogformat „Im Namen des Volkes – Deutschland fragt zum Grundgesetz“ im Ersten hat der SWR das Thema „70 Jahre Grundgesetz“ im Mai in besonderer Weise aufgegriffen. Erstmals konnten 150 Bürger*innen den Präsidenten des BVerfG, Professor Andreas Voßkuhle, vor laufender Kamera befragen. Moderiert wurde die Sendung von Sandra Maischberger und ARD-Rechtsexperte Frank Bräutigam.

Auch online ist der SWR stark für die ARD: Der YouTube-Kanal der SWR Unterhaltungshow „Verstehen Sie Spaß?“ hatte Mitte des Jahres eine Million Abonnenten verzeichnet. Es war das erste Mal, dass dies einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkmarke in Deutschland auf YouTube gelang.

Die Europawahl

Der SWR hat vielfältig über die Europawahl berichtet. Dazu zählen die Berichterstattung im „Europamagazin“ und im multimedialen Nachrichtenangebot „SWR Aktuell“ sowie Sonderanstrengungen wie Dokumentationen für das Erste oder die ganztägige Programmaktion „24h Europa“ im SWR Fernsehen.

In der Direktion wird die gesamte multimediale Auslandsberichterstattung des SWR verantwortet. Zu diesem Zweck unterhält der SWR Korrespondentenstudios in aller Welt.

SWR Fernsehen und „SWR Doku“

Das SWR Fernsehen lag im Jahr 2019 mit durchschnittlich 6,3 Prozent Marktanteil auf Platz fünf unter den Dritten Programmen. In dem Jahr wurden neue Sendungen im Dritten Programm etabliert – darunter „rundum gesund“ und „Schlager-Spaß mit Andy Borg“.

Seit Herbst gibt es den neuen YouTube-Kanal „SWR Doku“. Dort bietet der SWR ausgewählte Dokus gebündelt in einem Kanal an. Wöchentlich werden neue spannende und gründlich recherchierte Dokumentationen und Reportagen veröffentlicht. Viele Dokus konnten sehr rasch mehrere hunderttausend Abrufe erreichen.

„SWR Sport“ und die Turn-Weltmeisterschaft 2019

Stuttgart war im Oktober Gastgeber der Turn-Weltmeisterschaft. Der Südwestrundfunk war sowohl redaktionell für alle ARD-Aktivitäten als auch produktionell und technisch für die weltweite TV-Signalerstellung verantwortlich. Zahlreiche Live-Übertragungen, Beiträge und Interviews hat der SWR für die ARD und seine eigenen Programme umgesetzt.

In diesem Jahr wurde auch das Studiodesign der Sportsendungen im SWR Fernsehen modernisiert. Die multimediale Marke „SWR Sport“ bietet Sportbegeisterten auf allen Ausspielwegen ein umfassendes Angebot.

Ergreifend erzählt – herausragende Produktionen

Auch 2019 hat der SWR mit hochwertigen Produktionen sein Publikum im Ersten und im Dritten begeistert. Ein Beispiel ist „Der Krieg und ich“, eine Drama-Serie, die den Zweiten Weltkrieg aus Kindersicht für Kinder nacherzählt. Die inzwischen mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete fiktionale Mini-Serie „Eden“ gibt Einblicke in Einzelschicksale aus der Flüchtlingsbewegung nach Europa, die miteinander verwoben werden.

v. li. Elias Eisold als Walter, Juri Gayed als Anton und Mina Christ spielt die dreizehnjährige Französin Sandrine in der Drama-Serie „Der Krieg und ich“ © SWRLOOKSfilm (Foto: SWR, LOOKSfilm)
v. li. Elias Eisold als Walter, Juri Gayed als Anton und Mina Christ spielt die dreizehnjährige Französin Sandrine in der Drama-Serie „Der Krieg und ich“ © SWR/LOOKSfilm LOOKSfilm

Die Dokumentation „Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ wurde 2019 für einen Oscar nominiert und zweifach beim deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Weitere Produktionen wie der Fernsehfilm „Big Manni“, der den Flowtex-Skandal satirisch aufarbeitet, und unsere „Tatort“-Folgen im Ersten haben sich in dem Jahr erneut großer Beliebtheit erfreut. Und es gab Jubiläen zu feiern: 30 Jahre „Tatort Ludwigshafen“ mit Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal und 25 Jahre der SWR Schwarzwaldserie „Die Fallers“.

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