Geschäftsbericht 2019

ARD Online

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2019 war ein entscheidendes Jahr für die Weiterentwicklung und Umsetzung der digitalen Strategie der ARD mit direkten Auswirkungen für die digitalen Produkte ARD Mediathek und ARD Audiothek. In der Hauptabteilung ARD Online wurde gemeinsam mit vielen Partnern in der ARD dafür die Grundlage erarbeitet.


Digitalstrategie

2019 war ein entscheidendes Jahr für die Weiterentwicklung und Umsetzung der digitalen Strategie der ARD mit direkten Auswirkungen für die digitalen Produkte ARD Mediathek und ARD Audiothek. In der Hauptabteilung ARD Online wurde gemeinsam mit vielen Partnern in der ARD dafür die Grundlage erarbeitet.

Channelmanagement ARD Mediathek

Die Intendantinnen und Intendanten bestätigten 2019 den Aufbau einer integrierten Programmplanung für Das Erste und die ARD Mediathek mit Benennung von Florian Hager als Channel Manager und stellvertretendem Programmdirektor ab Jahresbeginn 2020. Prof. Dr. Kai Gniffke und Benjamin Fischer hatten ein Konzept eingebracht, in dem skizziert wurde, wie es der ARD gelingen kann, die ARD Mediathek zu einem zukunftsfähigen, eigenständigen Inhalte- und Nutzerorientierten Angebot zu entwickeln.

Stärkung im Digitalen

Besonders wichtig, um die digitalen Angebote der ARD wettbewerbsfähig aufstellen zu können, ist die von den Intendantinnen und Intendanten 2019 beschlossene finanzielle Stärkung zur Neuaufstellung im Digitalen von jährlich 9 Millionen Euro für die Jahre 2020-2022.

Gemeinsam von allen drei Boards und der ARD Finanzkommission wurde ein Konzept für eine Neuaufstellung der ARD Produktentwicklung und des Partnermanagements entwickelt, um nachhaltig Exzellenz in Produktentwicklung, Distribution und redaktionellen Inhalten für das digitale Portfolio der ARD zu sichern.

Evaluierung der Boards

Basierend auf dem Auftrag zur Einrichtung der neuen ARD Digitalstrukturen wurden das Digital-, Distributions- und Entwicklerboard nach einem Jahr in einem ausführlichen Prozess evaluiert. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Digitalstrukturen haben sich grundsätzlich bewährt. Verbesserungspotenziale werden umgesetzt bei Rollen- und Aufgabenklärung, bei der Stärkung der Kommunikation und der Struktur- und Prozessoptimierung, insbesondere im Hinblick auf die Verzahnung mit bestehenden Fachkommissionen.

Digitalagenda

Zudem hat das ARD Digitalboard 2019 begonnen, eine Digitalagenda in den Bereichen Portfolio Management, technische Entwicklung und Distribution aufzustellen mit dem Ziel, die Ergebnisse Ende des ersten Quartals 2020 den Intendantinnen und Intendanten vorzustellen.

ARD Mediathek

Die Such-Verlinkung mit dem ZDF wurde 2019 wechselseitig aktiviert. Dabei verweisen die Angebote von ARD und ZDF gegenseitig auf beliebte Sendungen. In der Webversion der Mediathek ist 2019 die Personalisierung mit Login, persönlichen Empfehlungen, Content-to-Content-Empfehlungen und Continuous-Play gestartet.

2019 wurde die erste digitale Kampagne für die ARD Mediathek erarbeitet, die für das erste Quartal 2020 vorbereitet wurde. Ziel: Die neue ARD Mediathek als Streaming-Plattform der ARD für unterschiedliche Zielgruppen noch stärker zu positionieren.

ARD Audiothek

Ende 2018 startete das Web-Angebot der ARD Audiothek bereits als Beta-Version - im Februar 2019 ging sie dann unter ardaudiothek.de offiziell online. Ein Ergebnis der intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Abteilung Software, Entwicklung, Plattformen des Bayerischen Rundfunks.

Als App und im Web: Bereits seit einem Jahr bringt die ARD Audiothek das Beste aus den Radioprogrammen der ARD und des Deutschlandradios auf Ihr Smartphone. © ARDDennis Weissmantel (Foto: ard-foto s1, Dennis Weissmantel)
Als App und im Web: Die ARD Audiothek bringt das Beste aus den Radioprogrammen der ARD und des Deutschlandradios auf Ihr Smartphone. © ARD/Dennis Weissmantel ard-foto s1 Dennis Weissmantel

Im Sommer 2019 startete mit starker Unterstützung des SWR eine Werbekampagne für die ARD Audiothek: Mehr als 200.000 neue App-Installationen wurden durch die Kampagne erreicht. Die Nutzung der Audiothek stieg während der Kampagne rasant an: Die Zahl aller Audioabrufe verdoppelte sich auf rund 4 Millionen Audioabrufe innerhalb von vier Wochen. Auch nach der Kampagne blieb die Nutzung auf einem deutlich höheren Niveau.

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SWR