Wir brauchen Debatte - warum Streiten unverzichtbar ist

Die Teilnehmer beim Demokratie-Forum Hambacher Schloss

STAND
Nicole Deitelhoff ist Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt und diskutiert beim Demokratie-Forum Hambacher Schloss mit über gutes Streiten. (Foto: Uwe Dettmar)
Nicole Deitelhoff: "Die Aussage 'Es wird zu viel gestritten' ist eigentlich die falsche. Es wird nicht zu viel gestritten, es wird zu viel schlecht gestritten. Wir müssen besser streiten! Und das ist etwas, was wir durchaus verlernt haben." Uwe Dettmar
Romy Jaster: "Ich werde ganz oft gefragt, haben wir das Streiten verlernt? Ich sage immer: Nein, wir haben nicht das Streiten verlernt, wir haben es nie besser gekonnt! Wir haben aber jetzt eine gesellschaftliche Situation, die uns ganz besonders viel abverlangt auf dieser Ebene, so dass wir uns jetzt eben ganz besonders gute Fähigkeiten in Bereich Streiten aneignen sollten." privat
Ijoma Mangold: "Die Fähigkeit, miteinander zu streiten, ist ja eher Ausdruck davon, dass man etwas gemeinsam hat. Wo es nichts Gemeinsames gibt, ist streiten gar nicht möglich. Sie können ja nicht mit jemandem streiten, der ein Systemgegner ist, weil der ist außerhalb des Systems - im ganz apriorischen Sinne. Insofern ist Streit Ausdruck des Funktionierens einer pluralistischen Demokratie und nicht ihr Ende." Christian Buck

Beim Demokratie-Forum Hambacher Schloss diskutiert Moderator Michel Friedman am Mittwoch, 29. September 2021, mit Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Dr. Romy Jaster und Ijoma Mangold über die Bedeutung des Streitens für eine Demokratie.

STAND
AUTOR/IN