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Demokratie-Forum Hambacher Schloss Wie viel Gerechtigkeit braucht die Demokratie?

Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst weiter in Deutschland. Laut einer aktuellen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) sind die Einkommen in Deutschland so ungleich verteilt wie nie zuvor.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
3:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Fast 60 Prozent der Deutschen finden, dass es in Deutschland ungerecht zugeht. Was bedeutet diese Entwicklung für unsere Demokratie? Welche Gefahren zeichnen sich für den Zusammenhalt einer Gesellschaft ab, wenn Menschen den Eindruck haben, dass der Staat nicht mehr in der Lage ist, ein Grundmaß an sozialer Gerechtigkeit herzustellen? Nähren diese Zweifel radikale Strömungen und die Diskriminierung von Minderheiten?

Was ist überhaupt gerecht beziehungsweise ungerecht? Ist es die Chancengerechtigkeit? Die Familiengerechtigkeit? Die Leistungsgerechtigkeit? Die Generationengerechtigkeit? Die Verteilungsgerechtigkeit?

Wie sehen geeignete Gegenmaßnahmen aus? Ist die Politik in der Verantwortung? Die Wirtschaft? Die einzelnen Bürgerinnen und Bürger?

Michel Friedman diskutierte dazu mit:


- Prof. Dr. Michael Hartmann, Soziologe und Elitenforscher


- Oliver Klink, Vorstandsvorsitzender der Taunus Sparkasse

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Informationen zur Sendung

Die anderthalbstündigen Gespräche des Demokratieforums leitet Michel Friedman. Friedman, der 1956 in Paris geboren wurde, ist deutsch-französischer Jurist, Publizist, Philosoph und Fernsehmoderator. Er war jahrelang stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie Herausgeber der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. Als Moderator wurde er mit der Sendung "Vorsicht! Friedman" bekannt. Heute moderiert er unter anderem bei der Deutschen Welle die Sendung "Auf ein Wort".

Michel Friedman (Foto: SWR)
Michel Friedman

Engagiert meldet er sich gegen Antisemitismus und Rassismus zu Wort. Für ihn seien die Geschichtsrevisionisten und Rechtsintellektuelle eine größere Gefahr für die Demokratie als rechtsextreme Parteien, weil sie "unter einem bürgerlichen Deckmäntelchen und mit einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz" eine durchschlagendere Wirkung hätten.

Dieses Engagement zeigt sich auch in seinem Einsatz für Geflüchtete. So richtete er 2015 eine Willkommensfeier für Geflüchtete und ihre Helfer in der Frankfurter Paulskirche aus. Sein Credo: "Jeder ist jemand, sagt der Schriftsteller George Tabori. Das ist für mich Demokratie. Würde, Respekt und die Einmaligkeit eines jeden Menschen, die einen Staat als Leitmotiv verpflichten."

Dauer

Wofür steht das Demokratie-Forum Hambacher Schloss?

In der Tradition des "Hambacher Fests" und dem hiermit verbundenen Geist der Meinungsfreiheit und der Bürgerrechte, diskutieren lebenserfahrene und streitlustige Politiker, Publizisten sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft auf dem Demokratie-Forum Hambacher Schloss. Politische, gesellschaftliche und kulturelle Themen von grundlegender Bedeutung werden aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln aufgegriffen.

Im Zentrum der kontroversen Debatten steht der "Geist der Gegenwart" und die zentrale Frage, welche Werte, Ideen und Konzepte künftig unsere Gesellschaft noch zusammenhalten. Das kritische Bürgerforum bietet eine Bühne für substantielle Diskurse und fairen Konfliktaustausch.

Hinweis: Grundsätzlich ist es möglich, dass sich das Diskussionsthema aus aktuellem Anlass kurzfristig ändern kann.

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