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Es gibt viele erste Male in diesem Jahrzehnt: ARTE wird gegründet, das SWF3 New Pop Festival findet zum ersten Mal statt und SWF und SDR starten mit eigenen Onlineangeboten.
Nach fast 50 Jahren werden aus zwei Rundfunkanstalten schließlich eine gemeinsame für den Südwesten. Der SWR ist ab 1998 zuständig für alle Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

1991

1. Januar

Die Kooperationen zwischen SDR und SWF zeigen sich im Hörfunkprogramm von S2 Kultur und S4 Baden-Württemberg. S4 Württemberg-Radio löst Radio Stuttgart ab. Das dritte Fernsehprogramm Südwest 3 erhält eine neue Struktur und die Redaktion Landesprogramm Baden-Württemberg entsteht.

8. Juli

Die privatwirtschaftlich tätigen Beteiligungsgesellschaften des SDR werden in einer SDR Holding GmbH zusammengefasst.

September

Das „Erwin Lehn und sein Südfunk-Orchester“ wird in „SDR Big Band“ umbenannt. Erwin Lehn geht im Oktober in den Ruhestand, ab November tritt die SDR Big Band ohne festen künstlerischen Leiter auf.

1. Dezember

SWF4 startet mit der Landeswelle Rheinland-Pfalz.

Das Logo von SWF4 aus dem Jahr 1991 (Foto: SWR)
SWF4-Logo von 1991

1992

30. Mai

Der europäische Kulturkanal ARTE geht auf Sendung. Getragen wird er von dem französischen Kultursender La Sept, von ZDF und ARD – und damit auch von SDR und SWF.

Das arte-Logo von 1992 (Foto: SWR, Philippe Truffaut (Well Well Well Agentur, Grafiker Dan Benesch))
Das arte-Logo 1992 Philippe Truffaut (Well Well Well Agentur, Grafiker Dan Benesch)

1. Juli

Die erste Folge von „Drei in einem Boot“, der ersten gemeinsam produzierten Unterhaltungssendung der Landesprogramme von SDR, SWF und SR, wird ausgestrahlt.

28. September

Nach dem Verzicht von Willibald Hilf auf eine weitere Kandidatur wird Peter Voß zum Intendanten des SWF gewählt.

Peter Voß (Foto: SWR)
Peter Voß

1993

11. Januar

In Bonn werden die Korrespondentenbüros von SDR und SWF zu einem Gemeinschaftsbüro zusammengelegt.

27. August

ARD/ZDF und Südwest3 beginnen mit der zusätzlichen Ausstrahlung über den Satelliten ASTRA.

1. Dezember

Unter der Federführung des SWF beteiligt sich die ARD an 3sat, dem deutschsprachigen, grenzüberschreitenden Kulturprogramm von ORF, SRG und ZDF.

1994

12. Januar

Mit dem Spielfilm „Das Leben der Bohème“ startet das Erste in der ARD mit dem neuen Übertragungssystem PAL-plus im Bildformat 16:9 in die Breitbildzukunft. Federführend in der ARD ist der SWF.

13. Januar

Fahr mal hin heißt der neue filmische Reiseführer durch das Sendegebiet von SDR, SWF und SR.

25. September

Die Fallers – Eine Schwarzwaldfamilie startet; die Serie entwickelt sich zum Dauerbrenner.

Die Fallers – Eine Schwarzwaldfamilie startet (Foto: SWR)
Folge 1 „Neues Leben“ (v.li.): Monique (Anne von Linstow), Maria (Klärli Menzel), Bernhard (Karsten Dörr), Johanna (Ursula Cantieni) Bild in Detailansicht öffnen
Familienfoto der „Fallers“ aus dem Jahr 1997 Gitzinger Bild in Detailansicht öffnen

3. – 5. November

Das SWF3 New Pop Festival findet zum ersten Mal statt.

1995

8. Mai

SDR und SWF gründen gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG).

1. August

SWF-Intendant Peter Voß legt eine Konzeption zur Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Südwesten vor. Er plädiert für eine Zwei-Länder-Anstalt Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Peter Falk übernimmt die Leitung des „SWF-Rundfunkorchesters Kaiserslautern“ von Klaus Arp.

25. August

Unter Beteiligung des SDR und des SWF startet das Digital Audio Broadcasting (DAB)-Pilotprojekt Baden-Württemberg zur Erprobung der neuen digitalen Übertragungstechnik.

September

Georges Prêtre übernimmt die künstlerische Leitung des Radio-Sinfonieorchesters des SDR, lehnt aber die nominelle Position und die damit einhergehenden organisatorischen Aufgaben eines Chefdirigenten ab.

Dirigent Georges Prêtre (Foto: SWR, Christoph Büscher)
Georges Prêtre bei einer Probe Christoph Büscher

1996

SWF und SDR starten mit Online-Angeboten im Internet.

Das SDR Online-Angebot im Jahr 1996 (Foto: SWR)
Screenshot des SDR Online-Angebots aus dem Jahr 1996 Bild in Detailansicht öffnen
Screenshot des SWF Online-Angebots aus dem Jahr 1997 Bild in Detailansicht öffnen

6. Januar

Die erste Folge des Tigerenten Clubs als Nachfolgesendung des Disney Clubs wird in „KiKA“ und „Das Erste“ ausgestrahlt. Die Sendung steht für Action, Spaß und kunterbunte Themen.

19. Juni

Der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel kündigt an, die Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Südwestdeutschland in Angriff zu nehmen. Ziel sei eine engere Zusammenarbeit zwischen SDR und SWF bis hin zur Fusion.

Juli

Das SWF-Sinfonieorchester bezieht das neue Konzerthaus in Freiburg als Probendomizil. Im Zuge dessen findet eine Umbenennung in „SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg“ statt.

14. August

Ein gemeinsames Grundsatzpapier der Intendanten von SDR und SWF mit dem Ziel einer Zwei-Länder-Anstalt wird veröffentlicht.

1997

10. April

SDR3 und SWF3 starten mit DASDING ein Multimediaprojekt für 10- bis 19-jährige. Internet, Fernsehen und Radio ergeben eine neue Einheit.

15. April

Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Erwin Teufel und Kurt Beck, unterzeichnen den Entwurf eines Staatsvertrags über die Fusion von SDR und SWF zum Südwestrundfunk (SWR). Der Staatsvertrag wird am 31. Mai 1997 in Mainz unterzeichnet.

Unterzeichnung Staatsvertrags (Foto: SWR)
Unterzeichnung des Staatsvertrages über den SWR am 31. Mai 1997

16. und 18. Juli

Die Landtage von Baden-Württemberg (16.7.) und Rheinland-Pfalz (18.7.) verabschieden das Gesetz zum Staatsvertrag über den Südwestrundfunk.

1998

1. Januar

Der Staatsvertrag tritt in Kraft und der Südwestrundfunk (SWR) wird gegründet.

5. Januar

SWF und SDR starten im Ersten das Servicemagazin ARD-Buffet.

Das ARD-Buffet startet (Foto: SWR)
Der ARD-Buffet-Kater Bild in Detailansicht öffnen
Marianne Sägebrecht mit Fernseh-Koch Vincent Klink Gitzinger Bild in Detailansicht öffnen
Floristenmeisterin Marlen Dürrschnabel (li.) und Moderatorin Jacqueline Stuhler (re.) Bild in Detailansicht öffnen
V.li.: Rudolph Mooshammer und Moderator Bernd Schröder Neuhardt Bild in Detailansicht öffnen
Jacqueline Stuhler und Bernd Schröder im Jahr 1998 Gitzinger Bild in Detailansicht öffnen

16. Januar

SWR Rundfunkrat und SWR Verwaltungsrat konstituieren sich: Rundfunkratsvorsitzender wird Hans Lambert und Prof. Dr. Helmut Ohnewald wird Vorsitzender des Verwaltungsrats.

13. März

Rundfunk- und Verwaltungsrat wählen Peter Voß zum ersten Intendanten des SWR.

23. März

Rundfunk- und Verwaltungsrat bestätigen die Berufung der vom Intendanten vorgeschlagenen Führungsmannschaft: Fernsehdirektor Christof Schmid, Hörfunkdirektor Bernhard Hermann, Direktor Technik und Produktion Helmut Ochs, Verwaltungsdirektor Peter Boudgoust, Leiter der Personal- und Unternehmensplanung Dr. Heinjo Schröder sowie Justitiar Hermann Eicher. Der Landesrundfunkrat wählt Willi Steul zum Direktor des Landessenders Baden-Württemberg.

Geschäftsleitung 1998 (Foto: SWR, Schwetasch)
V.li.: Dr. Heinjo Schröder, Peter Boudgoust, Dr. Uwe Rosenbaum, Dr. Christof Schmid, Dr. Willi Steul, Bernhard Hermann, Prof. Peter Voß, Dr. Hermann Eicher, Helmut Ochs Schwetasch

27. März

Der Landesrundfunkrat Rheinland-Pfalz wählt den Direktor des Landessenders Rheinland-Pfalz, Uwe Rosenbaum.

1. Mai

Der SWR erlangt die uneingeschränkte Rechtsfähigkeit und ist damit unternehmerisch voll handlungsfähig. Die Gründungsphase ist abgeschlossen.

20. Juli

Bernhard Nellessen wird neuer Moderator von „Report“. Das Politikmagazin, das der SWR für die ARD produziert, wird von Oktober an unter dem Namen Report Mainz ausgestrahlt.

Report Mainz wird ausgestrahlt (Foto: SWR, Baudisch)
Bernhard Nellessen Baudisch

23. – 30. August

Die Hitparade „Start ins Wildall“ beginnt exakt eine Woche vor der Fusion der beiden Jugendprogramm vom SDR und vom SWF – genau am Sonntag, den 23. August um 13 Uhr. Bis 30. August sendet SDR3 und SWF3 dieselbe Hitparade, eine Woche lang rund um die Uhr. Am 31. August verschmelzen beide Programme zu SWR3.

30. August

Start der neuen Hörfunk- und Fernsehprogramme: Die Informationswelle SWR1 und die Schlagerwelle SWR4 senden jeweils für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz getrennt. Das Kulturprogramm SWR2 und die Popwelle SWR3 werden für das gesamte Sendegebiet produziert. Aus dem bisherigen Südwest3 werden Südwest Baden-Württemberg und Südwest Rheinland- Pfalz. Das Multimedia-Projekt DASDING ist im digitalen Radio und im Internet zu empfangen.

September

Das „Radio-Sinfonieorchester“ des SDR wird in „SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart“ umbenannt, gleichzeitig übernimmt Sir Roger Norrington die Leitung als Chefdirigent.

Sir Roger Norrington übernimmt die Leitung als Chefdirigent. (Foto: SWR, Alexander Kluge)
Sir Roger Norrington Alexander Kluge

Die „SDR Big Band“ wird in SWR Big Band umbenannt.

Der „Südfunk-Chor Stuttgart“ wird in „SWR Vokalensemble Stuttgart“ umbenannt.

Das „SWF-Rundfunkorchester Kaiserslautern“ wird in „SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern“ umbenannt.

Oktober

Das „SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg“ wird in „SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg“ umbenannt.

3. Oktober

Das Erste Programm der ARD zeigt die erste Folge der 52-teiligen SWR-Dokumentationsreihe „100 Deutsche Jahre“.

30. Oktober

Die SWR-Holding GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des SWR, nimmt ihre Arbeit auf. Darin sind Gesellschaften wie die Südwest-Werbung GmbH und die SWR Media GmbH zusammengeschlossen.

2. Dezember

Wahl des SWR zur Geschäftsführenden Anstalt der ARD ab dem 1. Januar 1999. Peter Voß wird ARD-Vorsitzender.

1999

1. Januar

Der Intendant des SWR, Peter Voß, tritt den ARD-Vorsitz an.

26. Januar

SWR und SR unterzeichnen Kooperationsverträge über die Dritten Fernsehprogramme und DASDING, dem multimedialen Angebot für Jugendliche im Radio, Internet und Fernsehen.

8. April

Unter dem Kennwort „Herzenssache“ ruft der SWR zu Spenden auf, um aus dem Kosovo vertriebenen Kindern und Familien zu helfen. 1,1 Millionen Mark werden gesammelt.

15. Mai – 10. Juni

„Europareise ’99“: Der SWR ist mit einem mobilen Fernsehstudio in zwölf europäischen Ländern unterwegs und berichtet in verschiedenen Sendungen über den europäischen Alltag.

Die Europareise im Jahr 1999. (Foto: SWR, Korte)
Europareise '99 – 10.000 Kilometer im rollenden Fernsehstudio Korte Bild in Detailansicht öffnen
Auslandschef Immo Vogel (li.), Intendant Prof. Peter Voß (Mitte), Projektleiter Ingolf Efler im Bus der „Europareise '99“ Christel Korte Bild in Detailansicht öffnen

August

Sylvain Cambreling übernimmt als Nachfolger von Michael Gielen die Leitung als Chefdirigent des „SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg“.

20. August

Beginn der Leichtathletik WM in Sevilla, der SWR hat die Federführung für die Live-Berichterstattung.

9. & 10. September

Spektakuläres Projekt: Die Durchsteigung der Eiger-Nordwand wird vom SWR zusammen mit dem Schweizer Fernsehen DRS zwei Tagen lang live übertragen.

Liveübertragung der Durchsteigung der Eiger-Nordwand mit den Moderatoren Evelin König und Michael Wirbitzky (Foto: SWR, Gitzinger)
Die Moderatoren Evelin König und Michael Wirbitzky Gitzinger

24. November

Mit dem Slogan „Die Suche hat ein Ende“ präsentiert sich unter SWR Federführung das neu konzipierte ARD-Internet-Angebot.

2000

3. Januar

Kaffee oder Tee?: Das Ratgeber- und Servicemagazin am Nachmittag geht auf Sendung.

Kaffee oder Tee (Foto: SWR, Wolfgang Gitzinger)
Moderator Bernd Schröder Wolfgang Gitzinger

15. Februar

Auf Initiative des SWR wird in Stuttgart Herzenssache e.V. gegründet. Mit einer Spendenaktion (SWR und SR) wird kranken, behinderten und sozial schwachen Kindern geholfen.

28. März

Palästinenserpräsident Arafat kommt nach Stuttgart. Der SWR und die Palestinian Broadcasting Corporation unterzeichnen ein Kooperationsabkommen.

Palästinenserpräsident Arafat kommt nach Stuttgart. (Foto: SWR, Christel Korte)
Palästinenserpräsident Jassir Arafat (li.) und Intendant Peter Voß treffen sich in Stuttgart am 28. März 2000. Der SWR und die Palestinian Broadcasting Corporation unterzeichnen ein Kooperationsabkommen. Christel Korte

17. Mai

Mit „Faszination Musik“ realisiert der SWR sein eigenes CD-Label. Historische Aufnahmen und aktuelle Produktionen der Klangkörper sind der Schwerpunkt.

7. September

Das Wissenschaftsmagazin „Sonde“ startet als wöchentliche Sendung.

29. September

Die Unterhaltungsshow „Fröhlicher Feierabend“ mit Tony Marshall geht auf Sendung.

30. September

Die Talkshow „Menschen der Woche“ mit Moderator Frank Elstner startet.

Frank Elstner als Moderator der Talkshow Menschen der Woche. (Foto: SWR, Albert Fritz)
Moderator Frank Elstner an den Schalthebeln im alten E-Werk in Baden-Baden Albert Fritz

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