Das Bild zeigt eine Frau die das Formular zur Neuanmeldung einer Wohnung in der Hand hält (Foto: Bild: WDR/Linda Meiers)

Organisation Rundfunkbeitrag

Eine Wohnung – ein Beitrag

Seit 2013 gilt der Rundfunkbeitrag und für Bürger*innen die einfache Regel: eine Wohnung – ein Beitrag. Ob und wie viele Radios, Fernseher oder Computer in einer Wohnung vorhanden sind, spielt keine Rolle mehr. Das kommt vor allem Familien mit erwachsenen Kindern entgegen, die über ein eigenes Einkommen verfügen. Auch nichteheliche Lebensgemeinschaften und Wohngemeinschaften profitieren vom neuen Rundfunkbeitrag.

Senkung des Rundfunkbeitrags

Seit dem 1. April 2015 zahlt jeder Haushalt in Deutschland einen Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro im Monat. Der Beitrag sank damit von zuvor 17,98 Euro um 48 Cent. Das haben die Regierungschef*innen der Länder erstmals entschieden. Dies markiert einen Wandel in der Rundfunkgeschichte. Möglich wurde die Senkung durch die Reform der Rundfunkfinanzierung im Jahr 2013. Die Rundfunkanstalten müssen mit deutlich weniger Geld auskommen. Der bereits vorhandene Spardruck wird durch die Senkung also nochmal erhöht. Daher haben wir bereits im Jahr 2010 einen auf zehn Jahre angelegten, umfassenden Strategieprozess aufgesetzt und uns einen strikten Sparkurs auferlegt.

Verteilung des Rundfunkbeitrags

Vom monatlichen Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 Euro stehen den Rundfunkanstalten der ARD 12,31 Euro zur Verfügung; hiervon erhalten wir 8,31 Euro. Die Differenz zu den 17,50 Euro wird zur Finanzierung des ZDF, der Landesmedienanstalten und des Deutschlandradios abgeführt. Dieser von der KEF empfohlene und von den Ministerpräsidenten der Länder verabschiedete Rundfunkbeitrag stellt 72,40 Prozent der SWR Gesamterträge dar.

Der Rest wird durch Einnahmen aus Koproduktionen, Programmverwertungen, Kostenerstattungen und sonstigen betrieblichen Erträge finanziert. Insbesondere diese Einnahmen helfen den Rundfunkbeitrag so gering wie möglich zu halten. Ein großer Teil der hieraus erwirtschafteten Mittel kommt unmittelbar dem Programm zugute.

Verwendung des Rundfunkbeitrags

Mit den zur Verfügung stehenden Beiträgen realisieren wir unser komplettes Programmangebot, und zwar mit allem was dazugehört. Denn für eine fundierte und aktuelle Berichterstattung sowie hochwertige Unterhaltungs-, Bildungs-, Informations- und Kulturangebote müssen Sender und Studios finanziert, Übertragungs- und Urheberrechte sowie Rechte für Spielfilme und Sportveranstaltungen eingekauft, Mitarbeiter*innen honoriert und Leitungen angemietet werden.

Wichtige Informationen für Behörden

Unterkünfte für Flüchtlinge sind beitragsfrei. Allerdings sind viele Unterkünfte dem zentralen Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio nicht bekannt. Das führt dazu, dass Flüchtlinge auf der Grundlage der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt vom Beitragsservice angeschrieben werden. Behörden können dem Beitragsservice allerdings Adressdaten der Flüchtlingsunterkünfte oder Wohnungen, in denen Flüchtlinge leben, über ein Formular zukommen lassen. Dann werden diese Adressen für den Versand weiterer Schreiben gesperrt. Mehr Informationen gibt es im Merkblatt.

Weitere Informationen

Mehr zum Thema Rundfunkbeitrag findet sich unter Rundfunkbeitrag.de. Hier gibt es Informationen dazu, wie man sich bequem über das Internet anmelden kann oder welche Regelungen für den geschäftlichen Bereich gelten.

ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice
50656 Köln
Telefon: 01806 999 555 10
Telefax: 01806 999 555 01
(20 Cent/Anruf aus dem dt. Festnetz, 60 Cent/Anruf aus den dt. Mobilfunknetzen)

Rundfunkbeitrag.de/
Kontaktformular

SWR Beitragsservice
Telefon: 01806 999 555 55
Telefax: 0711 929 13878
(Festnetzpreis 20 ct./Anruf; Mobilfunkpreise max. 60 ct./Anruf; Mo–Fr 7–19 Uhr)
beitragsservice@SWR.de

STAND