Geschäftsbericht 2017 Direktion Technik und Produktion

Die Direktion Technik und Produktion (TuP) versteht sich als effiziente und zentral organisierte Direktion, mit standortübergreifenden Verantwortlichkeiten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Direktion stellen die technische Infrastruktur sowie deren Planung und Betrieb für die Programme des SWR zur Verfügung. Sie sind zuständig für die Herstellung und Produktion multimedialer und formatspezifischer Inhalte, von der Aufnahme über die Bearbeitung bis hin zur Verbreitung. Dazu zählt die Betreuung tagesaktueller Formate wie Nachrichten, Hörspiel- und Orchester-Produktionen, Features, Szenischen Produktionen wie der „Tatort“, Unterhaltungs- und Magazinsendungen wie „ARD Buffet“, Online-Streamingproduktionen und Großproduktionen wie der FIFA Confederations Cup oder die FIFA Fußball-Weltmeisterschaften. Die Direktion TuP ist ebenfalls verantwortlich für die lineare Verbreitung der SWR-Programme einschließlich dem Betrieb der Senderstandorte. Außerdem kümmert sich die Direktion TuP stetig um neue Anforderungen und Entwicklung im Zuge des technologischen Wandels und entlang der multimedialen Ausrichtung des Hauses SWR.

Das Bild zeigt ein Portrait von Michael Eberhard (Foto: SWR, Alexander Kluge)
Michael Eberhard, Direktor Technik und Produktion Alexander Kluge

Produktion FIFA Confederations Cup 2017 + FIFA Fußball WM 2018

Bei der Produktion des FIFA Confederations Cup 2017, wurde auf ein neues und innovatives Konzept gesetzt. Ein Großteil aus Personal und Technik inklusive des Studios für die trimediale Berichterstattung rund um den Confederations Cup, wurde in Deutschland, im SWR Funkhaus Baden-Baden konzentriert. Am Veranstaltungsort selbst konnte die Teamstärke dadurch deutlich reduziert werden. Außerdem wurde durch sogenannte smarte Teams vor Ort (z.B. Mobile Uplink-Lösungen statt SNG) mit reduziertem technischen Aufwand produziert. Nach erfolgreicher Generalprobe wird dieses Konzept auch für die Abwicklung der FIFA Fußball WM 2018 eingesetzt.

Neue Bürokommunikation mit Office 365

Die Bürokommunikation im SWR soll grundlegend erneuert und verbessert werden. Dazu startet die Direktion Technik und Produktion als Lead-Buyer für ARD und ZDF ein Pilotprojekt mit Microsoft Office 365. Vor allem neue Möglichkeiten zur Unterstützung von mobilem und kollaborativem Arbeiten stehen dabei im Fokus.

Mobile Reporting

Über die Direktion Technik und Produktion wurde eine mobile, technische Grundausstattung für Reporter und Redakteure eingeführt. Hauptbestandteil ist ein Smartphone mit Zusatzequipment und drei intuitiv zu nutzenden Apps. Damit werden Redakteure in die Lage versetzt, Video- und Audioinhalte direkt mit dem Smartphone zu produzieren, Beiträge in die Funkhäuser zu senden oder sich live in eine Sendung zu schalten.

Erneuerung HF-Systeme

Ein Groß-Projekt zur Erneuerung der Hörfunksysteme wurde gestartet. Ziel ist die Modernisierung und Standardisierung der bisherigen Systemlandschaften. Dies beinhaltet sowohl die Erneuerung von Sende- und Produktionsstudios an allen Standorten als auch die Technik für Sendung und sendenahe Produktion. Redaktionelle und betriebliche Arbeitsabläufe müssen dabei angepasst oder auch neu entwickelt werden. Das medienübergreifende, multimediale Arbeiten stellt eine wichtige Rahmenbedingung dar.  

Außenübertragung - Neue SNG

Das neue Fahrzeug der Außenübertragung, die SNG4 (Satellite News Gathering), bildet den optimalen Schnittpunkt von Programmanforderung und Wirtschaftlichkeit. Konkret bedeutet dies: Die SNG4 fährt ohne begleitenden Rüstwagen zum Einsatz, hat alles Nötige zum hochwertigen Produzieren und Senden an Bord und dennoch eine Größe, die es dem AÜ-Team ermöglicht, das Fahrzeug selbst zu fahren. Das sind wichtige Aspekte, die den Aufwand gegenüber einem großen Übertragungswagen erheblich reduzieren.

SNG4 (Foto: SWR)
SNG4

Neues Regionalnetz

Im Jahr 2017 ist das neue SWR-Regionalnetz in Betrieb gegangen. Das neue Netz ist leistungsfähiger, ausfallsicherer und dabei trotzdem günstiger als sein Vorgänger. Das SWR-Regionalnetz verbindet die zehn Regional-Studios mit den Funkhäusern Baden-Baden, Mainz und Stuttgart und ermöglicht die Übertragung von Fernsehen, Hörfunk und Daten. Eine grundlegende Neuerung besteht darin, dass nun alle Standorte über doppelt ausgeführte Verbindungen verfügen. Dadurch wird vermieden, dass bei Störungen eines Leitungsweges ein oder mehrere Standorte komplett abgetrennt werden.

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