Banner von Naber? Was geht! (Foto: SWR)

Januar | Reportagereihe

Naber? Was geht!

STAND

Die neue SWR Reportagereihe rückt inspirierende Frauen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, die türkische oder kurdische Wurzeln haben, in den Mittelpunkt und zeigt ihre Lebensgeschichten und ihren Alltag. Naber? Was geht! ist ein Format „vom SWR“. Unter diesem Label entwickelt der Südwestrundfunk neue Angebote für die digitale Welt.

Tugba Türk hat in ihrem Leben viele Widerstände überwunden und ist Lehrerin geworden. Die 30-Jährige will ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur fachliches Wissen, sondern wichtige Werte vermitteln. Denn das Thema Diskriminierung kennt sie aus eigener Erfahrung. Deshalb engagiert sich die gebürtige Freiburgerin an ihrer Schule in Karlsruhe dafür, dass die Themen Diversity, Diskriminierung, Sexismus und Rassismus im Unterricht thematisiert werden. Sie möchte Berührungspunkte schaffen. Als Kind türkischer Eltern wuchs sie in Freiburg auf, dort ist ihr Zuhause, und doch hat sie eine starke emotionale Bindung zur Türkei. Sie sagt: „Heimat ist kein Ort für mich, sondern ein Gefühl.“

Starke Persönlichkeiten, Vorbilder und Inspiration

Die neue SWR Reportagereihe zeigt Vorbilder,die mit ihren Geschichten inspirieren. „Naber? Was geht!“ stellt diese Gruppe junger Frauen in den Fokus. So wie Tugba Türk, die als Lehrerin gegen Diskriminierung kämpft. Oder Zilfinur Polat aus Hagenbach: Die 25-Jährige ist Lackiererin, Fotografin, TikTokerin, Hausfrau und Mutter. Die Vollblut-Pfälzerin identifiziert sich zu 100 Prozent mit ihren türkischen Wurzeln. Gönül Trautmann ist 37 Jahre alt und eine waschechte Mainzerin. Ihr Leben ist so bunt wie sie selbst: Sie ist DJ, homosexuell und hilft ehrenamtlich bei den Rainbow Refugees. Für sie war die Erkenntnis der eigenen Homosexualität eine besondere Herausforderung, denn ihre Eltern waren als Gastarbeiter aus der Türkeinach Deutschland gekommen und hatten bis zum Outing ihrer Tochter keinerlei Berührungspunkte mit diesem Thema gehabt. Alle porträtierten jungen Frauen leben in der zweiten oder dritten Generation in Deutschland, ihre Eltern oder Großeltern kamen als Gastarbeiter*innen hierher. Ihre Lebenswelt ist geprägt vom Aufeinandertreffen türkischer Traditionen auf moderne gesellschaftliche Entwicklungen, von der Heimatverbundenheit zur Türkei gepaart mit dem Wunsch, sich in Deutschland wohlzufühlen und respektiert zu werden. Sie wollen Karriere machen, ihren Platz in der Gesellschaft finden.

Jeden Donnerstag ein Porträt auf Youtube

Die Protagonistinnen werden von zwei Hosts begleitet. Es sind die Journalistin Merve Kayikci aus Stuttgart, bekannt als Podcasterin „Primamuslima“, und Lale Karahan, Creative Interactor aus Wiesbaden. Die 10-minütigen Porträts erscheinen wöchentlich donnerstags auf dem eigenen Youtube-Kanal. Auf Instagram werden die Themen von „Naber? Was geht!“ mit täglichen Posts und Storys begleitet, in der Community sollen die Themen und Lebenswege lebhaft diskutiert werden.

Die Filme produziert die Mainzer Produktionsfirma Autorenkombinat im Auftrag des SWR.

Format

Naber? Was geht! – Dein Weg, Deine Story
Reportagereihe donnerstags, 18:30 Uhr, auf dem „Naber? Was geht!“-Kanal auf Youtube und täglich auf Instagram.

Ab 5. Februar sind die Folgen auch in der ARD Mediathek zu sehen.

Merve Kayikci, Host in „Naber? Was geht!“ © SWRPatricia Neligan (Foto: SWR)
Merve Kayikci, Host in „Naber? Was geht!“ © SWR/Patricia Neligan Bild in Detailansicht öffnen
Lale Karahan, Host in „Naber? Was geht!“ © SWR/Autorenkombinat Bild in Detailansicht öffnen
Tugba Türk, Lehrerin mit Herz und Seele aus Karlsruhe. © SWR/Autorenkombinat Bild in Detailansicht öffnen
Zilfinur Polat, Multitalent aus Hagenbach. © SWR/Autorenkombinat Bild in Detailansicht öffnen
Gönül Trautmann, echte Meenzerin, DJ und homosexuell. © SWR/Autorenkombinat Bild in Detailansicht öffnen

Pressekontakt

Claudia Lemcke

E-Mail:
claudia.lemcke@SWR.de

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