Natalia Avelon rezitiert Rauhnachtsgebote. © SWRJo Müller (Foto: SWR)

Rauhnächte

Geheimnisse zwischen den Jahren

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„Rauhnächte – wilde Jagd und stille Zeit“ – Doku-Fiktion am 28., 29. und 30. Dezember 2020, 18:15 bis 18:45 Uhr im SWR Fernsehen Baden-Württemberg

Die „Rauhnächte“ – zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag – gelten seit Menschengedenken als Schwellenzeit zwischen Dunkel und Licht, Vergänglichem und Ewigkeit, Altem und Neuem. Gerade im süddeutschen Raum hat sich ein starker Volksglaube gehalten. In der dreiteiligen Reihe „Rauhnächte – wilde Jagd und stille Zeit“ setzt das SWR Fernsehen Sagengeschichten aus der Zeit „zwischen den Jahren“ in Szene, unter anderem mit Natalia Avelon und dem Esslinger Schauspieler Gerhard Polacek. In einer Räuchermanufaktur in Magstadt, auf einer Rauhnachtswanderung in Brigachtal und bei einem Natur-Coaching in Menzenschwand wird klar: Auch heute noch ziehen die geheimnisvollen Rauhnächte die Menschen in ihren Bann. Das SWR Fernsehen zeigt „Rauhnächte“ am 28., 29. und 30. Dezember jeweils ab 18.15 Uhr. Nach Ausstrahlung steht der Dreiteiler ein Jahr lang in der ARD Mediathek.

Von Hexen, Schurken und der Wilden Jagd

Der Legende nach geschehen in den Rauhnächten zwischen dem 25. Dezember und dem Dreikönigstag am 6. Januar viele unerklärliche und geheimnisvolle Dinge. Frau Perchta – auch bekannt als Frau Holle, gespielt von Natalia Avelon – geht um und segnet die, die ihr Geschenke bringen. Doch, wehe, man versucht sie zu beobachten! Auch die Wilde Jagd treibt in diesen Nächten ihr Unwesen. Deshalb darf man keine Wäsche aufhängen, sonst verfangen sich die Geister darin. Wer sich Haare und Fingernägel schneidet, wird mit Kopfschmerzen bestraft, wer pfeifend aufsteht, muss Unglück fürchten. In den Rauhnächten treiben Hexen ihr Unwesen, Tiere können sprechen und ledige Mädchen ihren Bräutigam im Traum sehen. Alles ist aus der Ordnung geraten, die Arbeit soll ruhen.

Ruhe „zwischen den Jahren“

Gerade in diesem Jahr, in dem sich viele Menschen wegen der Corona-Krise ins Private zurückziehen, scheinen die Rauhnächte eine Renaissance zu erleben. Neben Räucherkursen boomt auch die Literatur über diese mystische Zeit. Wie ein roter Faden ziehen sich die Gespräche mit dem Schauspieler Harald Krassnitzer durch die drei Teile des Films. Krassnitzer, bekannt auch als Tatortkommissar Moritz Eisner, beschreibt die Faszination der Rauhnächte in seinem Buch „Wunderbares für eine besondere Zeit“. Auch bei dem Autor und Brauchtumsforscher Wolfgang Wiedenhöfer in Waiblingen und der Fantasyautorin Birgit Jaeckel in Krün begibt sich der Film auf Spurensuche. Was hat es mit diesen zwölf Tagen nach Weihnachten auf sich, die heute mehr denn je für viele eine „Zwischenzeit“ ohne Trubel und Verpflichtungen bedeuten?

Natalia Avelon bei den Dreharbeiten zu „Rauhnächte - Wilde Jagd und stille Zeit“.© SWRJo Müller (Foto: SWR)
Natalia Avelon bei den Dreharbeiten zu „Rauhnächte - Wilde Jagd und stille Zeit“.© SWR/Jo Müller Bild in Detailansicht öffnen
Natalia Avelon rezitiert Rauhnachtsgebote. © SWR/Jo Müller Bild in Detailansicht öffnen
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Natalia Avelon als Frau Perchta. © SWR/Jo Müller Bild in Detailansicht öffnen
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