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Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Jennifer Schmetzer, die Opfer häuslicher Gewalt wurde / Fr., 26. Februar 2021, 22 Uhr, SWR Fernsehen / nach Ausstrahlung ein Jahr online

Das Zuhause soll ein Ort der Geborgenheit sein – für Betroffene von häuslicher Gewalt wird es hingegen zu einem Ort der Angst. Jede vierte Frau in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt durch ihren aktuellen oder ehemaligen Partner – quer durch alle Gesellschaftsschichten. Vor allem Trennungen sind ein großes Risiko für Frauen, die mitunter um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie sich entscheiden, ihren Partner zu verlassen. Obwohl circa 80 Prozent der Gewalttaten in Beziehungen von Männern verübt werden, gibt es auch Fälle, in denen Männer zu Opfern werden. Aus Angst, dass man ihnen nicht glaubt, trauen sich viele Männer nicht, Hilfe zu suchen. Ebenso sind Kinder immer wieder Opfer von Gewalt. Wie übersteht man ein solches Martyrium? Wie kann man sich daraus befreien? Was kann man von außen tun, um Betroffenen zu helfen? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im „NACHTCAFÉ: Zuhause ist’s am schlimmstem – Angst und Gewalt daheim“ am Freitag, 26. Februar 2021, 22 Uhr, im SWR Fernsehen. Nach Ausstrahlung auch ein Jahr verfügbar in der ARD Mediathek und auf dem SWR Youtube Channel.

Die Gäste im „NACHTCAFÉ“:

Jennifer Schmetzer wurde Opfer häuslicher Gewalt durch vermeintlichen Traummann

Jennifer Schmetzer war auf der Suche nach Liebe und Glück, als sie ihren vermeintlichen Traummann kennenlernte. Alles schien perfekt, doch schon nach wenigen Monaten zeigte er ein anderes Gesicht – und Demütigungen und Gewalt gehörten zum Alltag. „Ich habe mich noch nicht einmal getraut, heimlich Hilfe zu rufen“, sagt die selbstbewusste Frau, die niemals gedacht hätte, dass sie in eine solche Situation kommen könne.

Marianne Harms-Metzger verlor ihre Tochter und ihr Enkelkind durch einen Mord

Wie gefährlich es für Frauen sein kann, wenn sie sich aus einer gewaltvollen Beziehung lösen möchten, musste Marianne Harms-Metzger auf tragische Weise erfahren. Ihre Tochter Anne wurde von ihrem damaligen Partner massiv unterdrückt – nach der Trennung eskalierte die Gewalt: Er ermordete Anne und den gemeinsamen vierjährigen Sohn. Harms-Metzger sagt: „Der Tathergang läuft bei mir jeden Tag wie ein Film ab. Ich habe noch mehr lebenslänglich als dieser Mann.“

Felix und Sophie Stoppert erlebten gemeinsam eine Spirale der Gewalt

Wie aus Überforderung Gewalt wird, erlebten Felix und Sophie Stoppert. Als Sophie zunehmend in eine Sucht abglitt, stand Felix hilflos daneben – und seine Aggression wuchs immer mehr. „Ich habe erstmal mit verbaler Gewalt reagiert, hab geschrien und getobt. Und irgendwann hab‘ ich sie geschlagen“, sagt Felix Stoppert. Sophie Stoppert ergänzt: „Ohne professionelle Hilfe wären wir aus dieser Spirale nicht herausgekommen.“

Clarissa Vogel erlebte als Kind ein Martyrium – ihre Mutter Christel Hotz-Vogel konnte ihr damals nicht helfen

Bereits in ihrer frühen Kindheit erlebte Clarissa Vogel ein Martyrium. Mehr als zehn Jahre wurde sie von ihrem Stief-Opa und weiteren Männern sexuell missbraucht und misshandelt. Hilfe zu suchen, traute sie sich nicht. „Ich hatte so große Angst – die Wahrheit zu sagen, kam für mich gar nicht in Frage“, sagt sie heute. Ihre Mutter Christel Hotz-Vogel ahnte von all dem nichts: „Missbrauch lag fern aller meiner Vorstellungen“. Sie konnte ihrer Tochter damals nicht helfen.

Dr. Elisabeth Kaiser ist als Psychologin und Trauma-Spezialistin tätig

Die Psychologin und Trauma-Expertin Dr. Elisabeth Kaiser beschäftigt sich schon lange mit häuslicher Gewalt und ihren Folgen. Misshandlung und Missbrauch hinterlassen Spuren – manchmal lebenslang. Sie sagt jedoch: „Wir müssen lernen, hinzuschauen.“ So lasse sich Betroffenen häufig helfen, bevor es zu spät ist. Denn es sei schwer, sich aus gewalttätigen Beziehungen aus eigener Kraft zu lösen.

„NACHTCAFÉ“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe

Das „NACHTCAFÉ“ ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen. Diese Sendung wurde ohne Studiopublikum aufgenommen, um auf den Gesundheitsschutz Rücksicht zu nehmen.

Außerdem verfügbar: Podcast „NACHTCAFÉ – Das wahre Leben“ abrufbar unter ARDaudiothek.de

Online auch in der ARD Mediathek und auf Youtube

Sendung

„NACHTCAFÉ: Zuhause ist’s am schlimmsten – Angst und Gewalt daheim“ am Freitag, 26. Februar 2021, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Michael Steinbrecher (Foto: SWR, SWR/Tom Oettle)
Michael Steinbrecher. © SWR/Tom Oettle SWR/Tom Oettle Bild in Detailansicht öffnen
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Studioatmosphäre im Alten E-Werk Baden-Baden. © SWR/Baschi Bender Baschi Bender Bild in Detailansicht öffnen
Michael Steinbrecher © SWR/Baschi Bender Baschi Bender Bild in Detailansicht öffnen
Michael Steinbrecher © SWR/Peter A. Schmidt Peter A. Schmidt Bild in Detailansicht öffnen

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