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Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Sky Du Mont, der lernen musste, mit der Trennung seiner Frau umzugehen / Fr., 11.6.21, 22 Uhr, SWR Fernsehen / nach Ausstrahlung ein Jahr online

Ob Liebe, Familie oder Beruf – das Loslassen kann viele Bereiche betreffen: Wenn beispielsweise eine Liebe endet, ein Traumberuf zum Albtraum wird oder man von der Familie enttäuscht wird. Loslassen ist für viele Menschen nicht einfach. Auch Eltern, deren Kinder flügge werden und das Haus verlassen, wissen, wie stark eine veränderte Lebenssituation das Selbstbild bestimmen kann. Wie schwer ist es, einfach loszulassen? Warum beherrschen manche Menschen diese Kunst besser als andere? Was kann bei Veränderungen im Leben helfen? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im „NACHTCAFÉ: Die Kunst des Loslassens“ am Freitag, 11. Juni 2021, 22 Uhr, im SWR Fernsehen. Nach Ausstrahlung auch ein Jahr verfügbar in der ARD-Mediathek und auf dem SWR Youtube Channel.

Die Gäste im „NACHTCAFÉ“:

Sky Du Mont musste lernen, mit der Trennung seiner Frau Mirja umzugehen

17 Jahre lang war Sky du Mont mit Mirja verheiratet. Bereits früh war dem Schauspieler bewusst, dass der Altersunterschied von 29 Jahren irgendwann zum Thema werden würde: „Wenn ich merke, dass es nicht mehr geht, weil ich ein alter Mann geworden bin, dann gehe ich, dann entziehe ich mich“, war er überzeugt. Als es schließlich jedoch seine Frau war, die ihm sagte, dass sie nicht mehr glücklich mit ihm sei, akzeptierte er die Trennung kampf- und klaglos – und litt jahrelang in aller Stille.

Janine Kunze musste als Tochter und Mutter das Loslassen lernen

Schon als Kind musste Janine Kunze lernen, was Loslassen bedeutet. Die Schauspielerin und Moderatorin wuchs als Pflegekind auf, doch ihre leibliche Mutter riss sie immer wieder aus ihrem vertrauten Umfeld. Umso wichtiger ist ihr heute ihre eigene Familie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern. Auch deshalb blickt sie mit gemischten Gefühlen darauf, dass ihre älteste Tochter bald ausziehen wird: „Ich freue mich sehr für Lili, aber natürlich kommen da auch die Sorgen auf.“

Margot Schmitt denkt mit 83 Jahren noch nicht an den Ruhestand

Margot Schmitt ist 83 Jahre alt – ihr Ruhestand noch lange nicht in Sicht. Vor 45 Jahren erfand die Friseurmeisterin eine Lockenbürste, die zum Verkaufsschlager wurde. Dank ihr wurde die Unternehmerin zur Millionärin. Sie kann und will ihre Arbeit noch nicht loslassen: „Der Ruhestand kommt mir nicht in den Sinn, weil ich noch voller Kraft, Saft, voller Ideen und voller Liebe zur Sache bin“, sagt sie. „Das Arbeiten gehört zu hundertfünfzig Prozent zu meiner Lebensqualität dazu.“

Yves Eigenrauch fiel es leicht, seine Sportkarriere zu beenden

UEFA-Cup-Sieger und Fanliebling – als Fußballprofi lebte Yves Eigenrauch das, wovon viele Hobbykicker träumen. Doch Erfolg, Ruhm und Statussymbole bedeuteten ihm nichts – im Gegenteil: Sein Herz hing nie an der Sportkarriere, in die er viel mehr durch Zufall hineinstolperte, als sie sich zu erkämpfen. „Ich habe mich immer offen gehalten für Neues, deshalb fiel mir das Loslassen leicht“, sagt Eigenrauch, der sich heute kaum noch für den Fußball begeistern kann.

Sebastian Wächter ist seit einem Unfall querschnittsgelähmt

Was passiert, wenn sich das eigene Leben mit einem Schlag radikal verändert? Wie geht man damit um? Sebastian Wächter musste nach einem Unfall von allem lassen, was ihn bis dahin auszumachen schien als sportlicher, ehrgeiziger, lebenslustiger und junger Mann. Plötzlich war er querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen: „Der Prozess des Loslassens war ein langjähriger Prozess, in dem die Waage mehr und mehr in die gute Richtung gegangen ist“, sagt er heute.

Dr. Bärbel Wardetzki ist als Psychologin und Psychotherapeutin tätig

Dr. Bärbel Wardetzki ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie kennt die menschliche Angst vor neuen Dingen, von denen man keine Vorstellung hat – denn niemand weiß, wie es sein wird. Wardetzki weiß auch, dass loslassen nicht auf Knopfdruck funktioniert: „Dabei müssen wir auch den Gefühlen freien Raum geben“, denn: „Loslassen hat viel mit Vertrauen in sich selbst zu tun – aber auch mit dem Vertrauen ins Leben.“

„NACHTCAFÉ“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe

Das „NACHTCAFÉ“ ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Expert*innen, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen. Diese Sendung wurde ohne Studiopublikum aufgenommen, um auf den Gesundheitsschutz Rücksicht zu nehmen.

Außerdem verfügbar: Podcast „NACHTCAFÉ – Das wahre Leben“

Alle zwei Wochen eine neue Folge, abrufbar u. a. unter:
ARD Audiothek im iTunes-Store (Apple)
ARD Audiothek im Google-Play-Store (Android)
ARDaudiothek.de/nachtcafé

Sendung

„NACHTCAFÉ: Die Kunst des Loslassens“ am Freitag, 11. Juni 2021, 22 Uhr im SWR Fernsehen.
Nach Ausstrahlung auch ein Jahr verfügbar in der ARD-Mediathek und auf dem SWR Youtube Channel.

Michael Steinbrecher (Foto: SWR, SWR/Tom Oettle)
Michael Steinbrecher. © SWR/Tom Oettle SWR/Tom Oettle Bild in Detailansicht öffnen
Michael Steinbrecher © SWR/Tom Oettle Tom Oettle Bild in Detailansicht öffnen
Studioatmosphäre im Alten E-Werk Baden-Baden. © SWR/Baschi Bender Baschi Bender Bild in Detailansicht öffnen
Michael Steinbrecher © SWR/Baschi Bender Baschi Bender Bild in Detailansicht öffnen
Michael Steinbrecher © SWR/Peter A. Schmidt Peter A. Schmidt Bild in Detailansicht öffnen

Pressekontakt

Grit Krüger

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