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„Marktcheck“ am Dienstag, 22. Dezember 2020, 20:15 bis 21 Uhr, im SWR Fernsehen, in der ARD Mediathek und auf Youtube / Moderation: Hendrike Brenninkmeyer

Im Lockdown kaufen viele online ein und verschicken ihre Weihnachtsgeschenke über verschiedene Versanddienste. Dadurch komme es zu einem großen Paketaufkommen. „Marktcheck“ testet, wie sicher der Versand mit den Anbietern DHL, Hermes und DPD ist. 15 Pakete mit zerbrechlichem Inhalt wurden mit sogenannten Data-Loggern ausgestattet und quer durch den Südwesten verschickt. Das Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin „Marktcheck“ berichtet am Dienstag, 22. Dezember 2020, 20:15 bis 21 Uhr im SWR Fernsehen. Im Anschluss in der ARD Mediathek, online bei SWR.de und auf Youtube.

Data-Logger

„Damit wissen wir, welchen Routenverlauf unsere Ware genommen hat. Wir bekommen auch einen Blick dafür, welchen Temperaturen beispielsweise unsere Schokolade ausgesetzt ist. Und wir kriegen mit, mit welchen Stößen wir konfrontiert sind, wenn es um unsere Tasse geht oder auch die Weinflasche“, erklärt Logistikexperte Professor Stefan Iskan von der Hochschule Ludwigshafen

Unterschiedliche Lieferzeiten und eisige Temperaturen

Bereits bei der Lieferzeit zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern. DHL liefert fast alle Pakete nach einem Tag aus, Hermes-Pakete kommen erst nach drei Tagen an. Die Data-Logger zeigen, dass diese Pakete einen Umweg über ein zentrales Umschlagszentrum im hessischen Friedewald genommen haben. Dort lagerten die Pakete über eine Dauer von circa zehn Stunden bei Temperaturen kurz vor dem Gefrierpunkt. Hermes erklärt auf Anfrage, es könne vorkommen, dass Pakete zeitweise winterlichen Temperaturen ausgesetzt seien.

Achterbahnfahrt für Pakete

Alle Hermes-Pakete und fast alle DHL-Pakete haben ihre Zieladresse erreicht. Die DPD-Pakete und ein fehlendes DHL-Paket wurden an den Versender zurückgeschickt, denn ihr Inhalt wurde beim Transport beschädigt. Zerborstene Weinflaschen in DPD-Paketen verhinderten eine Lieferung. Auch in den zugestellten Weihnachtspaketen von DHL und Hermes gab es Schäden: zerbrochene Schokoweihnachtsmänner, kaputte Weihnachtskugeln, gesprungene Tassen. Das sei kein Wunder, sagt Professor Stefan Iskan: „Wir haben bei ganz vielen Sendungen g-Kräfte zwischen sieben und 12 g erlebt. Das ist schon enorm!“ Zum Vergleich: Eine Achterbahn erreicht maximal Kräfte von 6 g. Damit Getränkeflaschen die Belastung beim Versand aushalten, sollte man spezielle Umverpackungen wählen. Bei schadhaften Paketen sollte der Inhalt genau dokumentiert werden, um reklamieren zu können. Worauf man beim Thema Haftung noch achten sollte, erklärt Marktcheck“-Rechtsexperte Karl-Dieter Möller.

Weitere Themen der Sendung

  • Elektrogeräte – Zusatzversicherungen oft teuer und unnütz
  • Raclette-Grills im Test – wie teuer muss lecker und sicher sein?
  • Alkoholfreies Fest – welche Alternativen für Sekt und Cocktails schmecken?
  • Upcycling – schicke Weihnachtsdeko aus Abfall und Überresten

Sendung

„Marktcheck“
am Dienstag, 22. September 2020, 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

Die Sendung ist nach Ausstrahlung ein Jahr lang in der ARD Mediathek. Außerdem auf Youtube.

Moderatorin Hendrike Brenninkmeyer © SWRPatricia Neligan (Foto: SWR, Patricia Neligan)
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