Linus (Friedrich Mücke) © SWR (Foto: SWR)

Nominiert

SWR Produktionen im Wettwerb um den Grimme-Preis 2021

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Fiktion: „Exit“, „Kopfplatzen“ und „Now or never“ / Info & Kultur: „Die Unbeugsamen – Gefährdete Pressefreiheit auf den Philippinen“ sowie für besondere journalistische Leistung Xenia Böttcher und Mai Thi Nguyen-Kim / Kinder & Jugend: „Ich in der Krise?! – Petja aus Moskau“ und „Masel Tov Cocktail“

Das Grimme-Institut hat am Morgen (2.3.21) die Nominierungen für den Grimme-Preis 2021 bekanntgegeben. Dabei wählten die Nominierungskommissionen vielfältige Produktionen und Koproduktionen des SWR für die Kategorien Fiktion, Information & Kultur sowie Kinder & Jugend. Im Laufe des März werden die Jurys ihre Auswahl treffen, die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt am 11. Mai.

Die Produktionen des SWR im Wettbewerb Fiktion: „Exit“, „Now or never“, „Kopfplatzen“

In „Exit“ geht es dem Duo Sebastian Marka und Erol Yesilkaya (Regie/Buch nach einer Erzählung von Simon Urban) um das ewige Leben. Anspielungsreich, in coolen Bildern und klug erzählen sie von digitalen Kopien in der Cloud, die Kommunikation über den Tod hinaus ermöglichen. „Exit“ ist eine Produktion der Sommerhaus Filmproduktion, produziert von Jochen Laube, Fabian Maubach und André Zoch im Auftrag des SWR. Die Redaktion liegt bei Katharina Dufner. Die Erstausstrahlung war am 28. Oktober 2020 im Ersten.

Die Tragikomödie „Now or never“ schickt eine junge Frau auf einen Roadtrip mit ihrem Sterbehelfer. Es geht um den richtigen Zeitpunkt zum Sterben, um Lebenslust und um das Loslassen-Können. Belo Schwarz schrieb das Drehbuch nach einer Idee von Rüdiger Heinze, Gerd Schneider inszenierte die schräge und anrührende Komödie. Die Zum Goldenen Lamm Filmproduktion produzierte im Auftrag des SWR, Produzenten waren Rüdiger Heinze und Stefan Sporbert, Redaktion Brigitte Dithard. Die Erstausstrahlung war am 24. Juni 2020 im Ersten.

In „Kopfplatzen“ erzählt Autor und Regisseur Savaş Ceviz aus der Perspektive eines jungen Mannes, der gegen seine pädosexuellen Neigungen ankämpft. In ruhigen, intensiven Bildern gelingt es ihm, eine mitempfindende Nähe zu seinem Protagonisten aufzubauen, die keine Identifikation ist und die eine differenzierte Haltung zu Markus‘ einsamem Kampf möglich macht. „Kopfplatzen“ ist eine Produktion von kurhaus production in Koproduktion mit dem SWR, Produzenten sind Christoph Holthof und Daniel Reich, Redaktion Stefanie Groß. Die Erstausstrahlung war am 2. Dezember 2020 im SWR Fernsehen.

Information & Kultur: „Die Unbeugsamen“

Der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen – Gefährdete Pressefreiheit auf den Philippinen"

(„We Hold the Line") von Marc Wiese erzählt die Geschichte der philippinischen Journalistin Maria Ressa und begleitet sie bei ihrem unermüdlichen Kampf um die Pressefreiheit auf den Philippinen. Er dokumentiert, wie eine autoritär agierende Regierung mit direkten Angriffen, mit Hilfe der Justiz und der sozialen Medien unbequem gewordene Journalist*innen unter Druck setzt, denen es um Aufklärung und kritische Information geht.  Der Film wurde von Dreamer Joint Venture Produktion in Koproduktion mit dem SWR und in Zusammenarbeit mit ARTE produziert. Autor und Regisseur ist Marc Wiese, Produzent Oliver Stoltz. Die Redaktion im SWR hatten Gudrun Hanke-El Ghomri und Bernd Seidl, Redaktion bei ARTE Claudia Bucher und Anne-Laure Négrin. Der Dokumentarfilm wurde am 19. Mai 2020 im Programm von ARTE erstausgestrahlt und wird im Sommer 2021 im Ersten und in der ARD Mediathek zu sehen sein. 

Nominiert für besondere journalistische Leistungen: Xenia Böttcher, Mai Thi Nguyen Kim

ARD-Korrespondentin Xenia Böttcher ist für ihre „immersive Corona-Berichterstattung aus Mexiko und verschiedenen latein- und mittelamerikanischen Ländern“ in der Kategorie Information & Kultur für besondere journalistische Leistung nominiert. Seit 2017 ist Xenia Böttcher für den SWR in Mexiko City, sie leitet dort das für Mexiko, Zentralamerika und das nördliche Südamerika zuständige Studio.

Um besondere journalistische Leistung geht es auch bei der Nominierung von Mai Thi Nguyen-Kim, für die „sowohl wissenschaftlich hochkompetente als auch breitenwirksame Informationsvermittlung zum Thema Corona“ in „maiLab“ ebenso wie in „Quarks“. Bei „maiLab“ bekommen die Zuschauer*innen gesellschaftlich relevante, sorgfältig recherchierte und verständlich erklärte wissenschaftliche Inhalte, die man sich nicht ohne Weiteres ergoogeln kann. „maiLab“ wird vom SWR für funk produziert.

Kinder & Jugend: „Petja in Moskau“ und „Masel Tov Cocktail“

Aus der Reihe „Ich in der Krise?!“ über Kinder aus aller Welt, die sich durch die Pandemie in ihren Leidenschaften nicht behindern lassen, ist die Episode „Petja aus Moskau: Luftsprünge im Wohnzimmer statt im Skatepark“ nominiert. Autor des zwölfminütigen Films über Petja und sein Rollertraining im Wohnzimmer ist Calle Overweg. Gunter Hanfgarn und Andrea Ufer produzierten im Auftrag des SWR. Die Redaktion hatten Claudia Schwab und Oliver Neitzel. „Ich in der Krise?! – Petja aus Moskau“ wurde am 12. Mai 2020 auf SWRKindernetz.de und in der ARD Mediathek veröffentlicht.

In „Masel Tov Cocktail“ gehen Autor und Regisseur Arkadij Khaet, Koautorin Merle Teresa Kirchhoff und Koregisseur Mickey Paatsch auf einen rasanten, komischen und klugen Trip durch junges jüdisches Leben in Deutschland aus der Perspektive von Dima, der cool die Erwartungen seiner Mitmenschen an ihn unterläuft. Christine Duttlinger, Ludwig Meck und Lotta Schmelzer produzierten „Masel Tov Cocktail“ an der Filmakademie Baden-Württemberg in Koproduktion mit dem SWR und ARTE. Die Redaktion liegt bei Brigitte Dithard, SWR, und Laurence Rilly, ARTE. Die Erstausstrahlung war am 5. Oktober 2020 im Ersten.

Weitere Nominierungen mit SWR Beteiligung

Gemeinsam mit seinen Partnern freut der SWR sich über die Nominierung in der Kategorie Unterhaltung für die dritte und vierte Staffel der Comedyserie „Kroymann“, produziert von der bildundtonfabrik für RB, SWR, NDR und WDR. Die Produzenten sind Matthias Murrmann und Philip Kässbohrer, redaktionell verantwortet wird das Format von Annette Strelow (RB), Barbara Breidenbach (SWR), Andreas Freitag (SWR), Thorsten Pilz (NDR), Hilde Müller (WDR), Leona Frommelt (WDR) und Henning van Lil (RB). Die Serie wird seit Oktober 2020 ausgestrahlt.

Nominiert in der Kategorie Information & Kultur ist auch die zweiteilige Dokumentation „Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte“ von Annette Baumeister, Wilfried Huismann, Cristián Leighton, Kai Christiansen und Heike Bitter, die LOOKS Film und Canal 13 (Gunnar Dedio und Daniela Bunster) für WDR, SWR und ARTE produzierten, Redaktion Christiane Hinz (WDR), Barbara Schmitz (WDR) und Ulrike Becker (SWR).

Ebenfalls in Information & Kultur geht das Dokudrama „Schuss in der Nacht – Die Ermordung Walter Lübckes“ von Raymond und Hanna Ley nach einer Vorlage von Dirk Eisfeld ins Rennen, das von AVE publishing für HR, NDR, rbb und SWR produziert wurde. Produzenten: Tim Klimeš, Christiane Mädge und Walid Nakschbandi, Redaktion Esther Schapira (hr), Sabine Elke (hr), Sabine Mieder (hr), Marc Brasse (NDR), Eric Friedler (NDR), Thomas Reutter (SWR), Rolf Bergmann (rbb).

Xenia Böttcher, ARD-Korrespondentin für Mittelamerika © SWRPatricia Neligan (Foto: SWR, Patricia Neligan)
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