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„Bekannt im Land: 2000 Jahre jüdisches Erbe am Rhein“ / Sonntag, 17. Januar 2021 um 18:45 Uhr im SWR Fernsehen

Bundesweit wurde 2021 als Festjahr für jüdische Geschichte ausgerufen: Im Jahre 321 hat die jüdische Gemeinde von Köln das erste Mal in einer in Trier ausgestellten Urkunde schriftliche Erwähnung gefunden. „Bekannt im Land“ zeigt am Sonntag, 17. Januar, ab 18:45 Uhr ein 30-minütiges Feature über jüdische Geschichte am Rhein. Die Folge steht anschließend in der ARD Mediathek.

Jüdisches Leben in SchUM-Städten

Rheinland-Pfalz hat eine wechselvolle jüdische Vergangenheit vorzuweisen: Auf Epochen, die von kultureller Blüte und Akzeptanz jüdischen Lebens geprägt waren, folgten immer wieder Zeiten mit Verfolgung, mit Pogromen oder mit dem Untergang ganzer Gemeinden. Neben den großen SchUM-Städten Mainz, Worms und Speyer gab es zweitweise auch in ländlichen Regionen wie im Hunsrück und in der Pfalz viele kleine jüdische Gemeinden und ein höchst lebendiges Landjudentum.

Umworben und verfolgt

Entlang des Rheins findet sich jüdische Geschichte von den frühesten Spuren bis in die Gegenwart. Die weltweite Bedeutung des mittelalterlichen jüdischen Gelehrtenzentrums in Mainz ist genauso dokumentiert wie die patriotische Treue jüdischer Soldaten im Ersten Weltkrieg. So wurden noch 1935 im Namen des Führers und Reichskanzlers jüdische Eltern mit einem Elternkreuz ausgezeichnet, die ihre Söhne auf dem Schlachtfeld verloren hatten. Kurze Zeit später hat man dann die Geehrten in Konzentrationslager deportiert. Erinnert wird in dem Film von Andreas Berg auch an drei interessante Lyrikerinnen aus dem Trierer Raum: Gerty Spies, Elise Haas und Gertrud Schloss, drei Opfer des NS-Regimes, sind mit ihrem Werk heute fast alle in Vergessenheit geraten. Grund genug, um das jüdische Erbe am Rhein zu beleuchten und nach den Perspektiven der heutigen Gemeinden zu fragen.

Sendung

„Bekannt im Land: Verfolgt und umworben – 2000 Jahre jüdisches Erbe am Rhein“ am Sonntag, 17. Januar 2021, um 18:45 Uhr im SWR Fernsehen.

Die Sendung steht nach Ausstrahlung auch in der ARD Mediathek.

Bekannt im Land (Foto: SWR)
Türinschrift über dem Eingangsportal der Landsynagoge Laufersweiler. © SWR/Andreas Berg Bild in Detailansicht öffnen
Grabstein des berühmten Talmudgelehrten Meschullam ben Kalonymos, der um das Jahr 1000 in Mainz gelebt hat. © SWR/Andreas Berg Bild in Detailansicht öffnen
Thorarollen in der neuen Mainzer Synagoge. © SWR/Andreas Berg Bild in Detailansicht öffnen
Das Modell der 1938 zerstörten Synagoge in der Hindenburgstraße Mainz. © SWR/Andreas Berg Bild in Detailansicht öffnen
Mainzer Synagoge des Architekten Manuel Herz. Sie steht auf dem Platz der ehemaligen Hauptsynagoge, die 1938 während der Novemberpogrome zerstört wurde und von deren Säulenhalle Reste (li.) stehen geblieben sind. © SWR/Heike Rossel Bild in Detailansicht öffnen
Stolperstein der von den Nazis ermordeten Lyrikerin Gertrud Schloss. © SWR/Andreas Berg Bild in Detailansicht öffnen

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