„Tag der Arbeit“ in Wasserburg, 1. Mai 1933. (Foto: SWR, rbb/ARD/Stadtarchiv Wasserburg)

Weg zur Diktatur

„Hitler – Die ersten 100 Tage“ am 30. Januar im Ersten

STAND

60-minütige Dokumentation erzählt, wie innerhalb weniger Wochen aus einem demokratischen Staat eine brutale Diktatur wurde / als vierteilige Dokuserie seit 18.1. in der ARD Mediathek

Es ist üblich, jeder neuen Regierung eine „Schonfrist“ von 100 Tagen zu geben. Dies galt auch für den Reichskanzler Adolf Hitler. Wie rücksichtslos er jedoch diese 100 Tage für seine Ziele nutzte, davon erzählt der Film von Eva Röger, Daniel Ast und Jürgen Ast. Wie wurde aus einem zivilisierten Land, einem demokratischen Staat in nur wenigen Wochen eine brutale Diktatur? „Hitler – Die ersten 100 Tage“ wird am 30.1. um 23:35 Uhr als Dokumentation im Ersten gezeigt. Die vierteilige Dokuserie ist seit 18.1. für ein Jahr in der ARD Mediathek abrufbar.

Aufbruch in eine Diktatur

Neunzig Jahre nach Hitlers Machtübernahme werden die Ereignisse der ersten 100 Tage von Hitlers Herrschaft mit einem Kanon vieler verschiedener Stimmen erzählt. Durch die Tagebuchnotizen von 18 Menschen, die unmittelbar ihre Eindrücke, Gefühle, Wünsche, Ängste, Hoffnungen niedergeschrieben haben. Stimmen aus ganz Deutschland, Stimmen ganz verschiedener Couleur, quer durch die Gesellschaft. Unterschiedliche Perspektiven, Wahrnehmungen und Geschichten, Zeitgeschichte und Privates verdichten sich zu einem Panorama deutscher Geschichte.

Geschichte zum Greifen

Der damals 39 Jahre alte Gastwirt Matthias Joseph Mehs aus Wittlich in der Eifel, ein überzeugter Katholik, steht Hitler eher skeptisch gegenüber. Die 44-jährige Hausfrau Luise Solmitz aus Hamburg hat große Erwartungen an den neuen Kanzler, doch ihr Mann hat jüdische Wurzeln. Der junge Dresdener Tischlerlehrling Franz Albrecht Schall ist begeistertes Mitglied der NSDAP, für ihn beginnt „Deutschlands Erwachen“. Für den jüdischen Lehrer Willy Cohn und seine Familie aus Breslau zeigen sich schnell die Schrecken des „Dritten Reiches“. Der 20-jährige Sozialdemokrat Wilhelm Scheidler aus Neustadt im Odenwald schreibt seine Träume und Ängste heimlich auf, immer in Sorge, dass seine Wohnung durchsucht und er verhaftet wird.

Beispiellose Zementierung von Macht

Wie kann aus einem zivilisierten Land, einem demokratischen Staat in nur wenigen Wochen eine brutale Diktatur werden?  Der Film führt von dem Tag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler (30. Januar), der Errichtung der ersten Konzentrationslager und dem „Tag von Potsdam“ (21. März) über den Boykott gegen jüdische Geschäfte (1. April) und den neugeschaffenen „Tag der Arbeit“ (1. Mai) bis hin zu den Bücherverbrennungen. Die Chronik einer beispiellosen Machteroberung.

Produktion

„Hitler – Die ersten 100 Tage“ ist eine Produktion von astfilm im Auftrag von rbb/SWR  (gemeinsame Federführung). Als vierteilige Dokuserie seit dem 18. Januar in der ARD Mediathek; als Dokumentation am 30.01.2023 um 23.35 Uhr im Ersten

Hitlers erste Rundfunkansprache als Reichskanzler, 1. Februar 1933. (Foto: SWR, rbb/ARD/Nationalarchiv Polen)
Hitlers erste Rundfunkansprache als Reichskanzler, 1. Februar 1933. © rbb/ARD/Nationalarchiv Polen Bild in Detailansicht öffnen
Tag von Potsdam, 21. März 1933. © rbb/ARD/Nationalarchiv Polen Bild in Detailansicht öffnen
„Tag der Arbeit“ in Wasserburg, 1. Mai 1933. © rbb/ARD/Stadtarchiv Wasserburg Bild in Detailansicht öffnen

Pressekontakt

Daniela Kress

E-Mail:
daniela.kress@SWR.de

Bildkommunikation

Telefon 07221 929 22202
E-Mail:
foto@SWR.de
URL:
STAND
AUTOR/IN
SWR