Referentinnen und Moderatorinnen beim virtuellen Herbsttreffen der Medienfrauen im SWR (v.l.n.r.): Jutta Allmendinger, (auf dem Bildschirm:) Tijen Onaran, Elizabeth Prommer, Mai Thi Nguyen-Kim, sowie Claudia Deeg und Anika Keil (Foto: SWR, Patricia Neligan)

Herbsttreffen der Medienfrauen 2021

"Radikal digital" - Medienfrauen zu Gast beim SWR

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Unter dem Motto „Radikal digital – Sichtbar. Selbstbewusst. Solidarisch.“ fand am 12.11.2021 das Herbsttreffen der Medienfrauen statt, erstmals rein digital, ausgerichtet vom SWR.

Rund 450 medienschaffende Frauen von ARD, ZDF, DW, Deutschlandradio und ORF trafen sich im virtuellen Raum, um in Podiumsrunden, Workshops und Diskussionen im Plenum aktuelle Entwicklungen und Trends in den Medien zu debattieren. Besonders im Fokus: die Gleichstellung. Zum Abschluss verabschiedeten die Teilnehmerinnen zwei Resolutionen.

Herbsttreffen der Medienfrauen verabschiedet Resolutionen

In der ersten Resolution "Es reicht uns: weiterhin zu wenig Frauen in Film und Fernsehen" fordern die Medienfrauen die Intendantinnen und Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sender auf, in ihren Anstrengungen nach mehr Geschlechtergerechtigkeit nicht nachzulassen. Grundlage der Resolution ist die aktuelle Fortschrittsstudie zur audiovisuellen Diversität „Sichtbarkeit und Vielfalt“ der Universität Rostock. „Vergesst die Frauen in Afghanistan nicht“ ist die Forderung der zweiten Resolution. Sie appelliert an Politik und Berichterstattung, die Frauen und Mädchen weiterhin zu unterstützen.

Podiumsdiskussion zur audiovisuellen Diversität

Die Eröffnungsrede hielt die Soziologin Jutta Allmendinger zum Thema „Es reicht – Wie wir endlich Geschlechtergerechtigkeit erreichen“. In der Podiumsdiskussion befassten sich Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim, Medienwissenschaftlerin Elizabeth Prommer, Unternehmerin Tijen Onaran und Jutta Allmendinger mit der Fortschrittsstudie. Elizabeth Prommer äußerte sich in diesem Zusammenhang erschrocken, dass die Gesamtsichtbarkeit von Frauen in den Medien nicht zugenommen habe. Einzige Ausnahme sei der fiktionale Bereich, aber bei Expertinnen und Alltagspersonen habe sich praktisch nichts bewegt. Für Tijen Onaran sind „soziale Medien total wichtig, weil man dort seine eigene Agenda verfolgen kann und nicht von Dritten abhängig ist.“ Auch wenn gerade Frauen von Hassmails und Verunglimpfung betroffen sind. Mai Thi Nguyen-Kim stellt dazu fest: „Bei persönlichen Beleidigungen im Netz tun mir eher die Leute leid, die so etwas posten.“

SWR Intendant Kai Gniffke richtete sich mit einem Blick auf die geschlechtergerechte Situation an die Teilnehmerinnen und Digitalexpertin Carla Hustedt wurde zum „Digitalen Wandel der Öffentlichkeit“ interviewt.

Ausgerichtet wurde das diesjährige Herbsttreffen von den Beauftragten für Chancengleichheit beim SWR in Mainz.

Das 44. Herbsttreffen der Medienfrauen organisiert 2022 der WDR. 

Referentinnen und Moderatorinnen beim virtuellen Herbsttreffen der Medienfrauen im SWR (v.l.n.r.): Jutta Allmendinger, (auf dem Bildschirm:) Tijen Onaran, Elizabeth Prommer, Mai Thi Nguyen-Kim, sowie Claudia Deeg und Anika Keil (Foto: SWR, Patricia Neligan)
Referentinnen und Moderatorinnen beim virtuellen Herbsttreffen der Medienfrauen im SWR (v.l.n.r.): Jutta Allmendinger, (auf dem Bildschirm:) Tijen Onaran, Elizabeth Prommer, Mai Thi Nguyen-Kim, sowie Claudia Deeg und Anika Keil © SWR/Patricia Neligan Patricia Neligan

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