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Der Film dokumentiert die aktuelle Kontroverse um die Stellung der Frau und um die vieldiskutierten Reformen in der katholischen Kirche. Wie kann ein echter Neuanfang hin zu einer glaubwürdigen Kirche aussehen?

Es geht um eine Auseinandersetzung, die nicht neu ist, aktuell aber wieder stark auflebt. Gläubige wollen nicht warten, bis der Vatikan die maroden Strukturen reformiert. Sie fordern eine schonungslose Aufklärung der Missbrauchsfälle und die Öffnung der Weiheämter für Frauen. Die #MeToo-Bewegung hat das Bewusstsein für Sexismus geschärft. Die Initiative „Maria 2.0“ mit ihrem Kampf für eine geschwisterliche Kirche trifft einen Nerv der Zeit.

Zukunft ohne Frauen?

Das Publikum erlebt hautnah, wie engagierte Katholikinnen in der Krise ihrer Kirche Druck für Reformen aufbauen und immer mehr Unterstützung seitens der Katholikinnenverbände und der Bevölkerung erhalten. Und wie sie Hoffnungen, aber auch Misstrauen in den offiziellen „Synodalen Weg“ setzen. Was treibt Gläubige um, die trotz aller Widrigkeiten Kirchenmitglieder bleiben wollen? Erlebbar wird, dass die Frauen keine Einzelkämpferinnen sind, dass diese Reformen weltweit gefordert werden. Dagegen stehen die Aktivitäten und Argumente der Gegner wie zum Beispiel Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und der Gründerin der Gegeninitiative Maria 1.0. Doch die Basis begehrt auf und fordert den Richtungsstreit um notwendige Reformen. Der Film begleitet die Frauen zum Nuntius in Berlin, um ihm eine Petition mit 45.000 Unterschriften zu Händen des Papstes zu übergeben.

Dokumentation

„Maria 2.0 – Wenn die Geduld der Frauen schwindet“ (AT) ist eine Dokumentation des Kampfes von Frauen in der katholischen Kirche gegen Sexismus und für notwendige Reformen. Sie lebt von Lisa Kötter und Andrea Voss-Frick, den Initiatorinnen von Maria 2.0 und Johanna Stöhr, Initiatorin der Gegenbewegung Maria 1.0. Regina Ladewig und Jaqueline Straub wollen beide die ersten katholischen Priesterinnen werden. Weihbischof Schwaderlapp ist erbitterter Gegner von Maria 2.0 und Ida Raming kämpfte schon vor mehr als 50 Jahren während des Konzils in Rom für die Gleichstellung der Frauen. Sie tut dies bis heute. Die Kontroverse wird angesichts des schwindenden Gehorsams von Frauen hochemotional geführt.

„Maria 2.0 – Wenn die Geduld der Frauen schwindet“ (AT) ist eine Produktion des SWR in Zusammenarbeit mit der Indi Film und den Autorinnen Henriette Bornkamm und Heike Fink.

Sendung

Maria 2.0 – Wenn die Geduld der Frauen schwindet (AT)
Frühjahr 2020 im Ersten und SWR Fernsehen

Bildergalerie: Maria 2.0 – Wenn die Geduld der Frauen schwindet (AT)

Maria 2.0, auch Kirchenstreik genannt, startete im Mai 2019 in Münster mit öffentlichen Aktionen. © SWR (Foto: SWR)
Maria 2.0, auch Kirchenstreik genannt, startete im Mai 2019 in Münster mit öffentlichen Aktionen. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Bischof Franz Josef Bode aus Osnabrück ist für die Anliegen der Frauen offen. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Zukunftsbild am Rand der Donau. Diese Frauen aus deutschsprachigen Ländern verstehen sich als Amtsträgerinnen. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Jacqueline Straub ist Theologin und fühlt sich seit ihrer Jugend zum Priesterinnenamt berufen. © SWR Bild in Detailansicht öffnen

Pressekontakt

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