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Erinnerungsfoto oder Familienvideo waren gestern – im Near-Future-Thriller „Exit“ können geliebte Menschen als virtuelle Kopie an unserer Seite bleiben.

„Exit“ ist der erste einer Reihe von Filmen zur Erforschung der Zukunft, die SWR und NDR für Das Erste realisieren. Auf Anregung der Fernsehfilmredaktionen entwickelten Schriftsteller*innen in Kurzgeschichten ihre Visionen über die Welt von morgen. Einige dieser Geschichten werden zu Vorlagen für Drehbücher. So liegt „Exit“ die Geschichte „Nachspiel“ von Simon Urban zugrunde. Autor Erol Yesilkaya entwickelte daraus das Drehbuch, Regie führte Sebastian Marka.

Der zweite SWR Film der Reihe wird voraussichtlich im August gedreht. Regie wird Maria Schrader führen, die damit ihren ersten Fernsehfilm inszeniert. Die Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem Hubot „Ich bin dein Mensch“ beruht auf der Kurzgeschichte von Emma Braslavsky, das Drehbuch schrieben die Autorin, Jan Schombourg und Maria Schrader.

Digitales ewiges Leben in „Exit“

In der Zukunft, gar nicht so weit weg. Linus Eckert und seine Firmenpartner Bahl, Malik und Luca Durant sind Fachleute für Hologrammtechnik. In jahrelanger Arbeit entwickelten sie ein neuartiges Programm, mit dem digitale Kopien von geliebten Menschen auch nach deren Tod gegenwärtig sein können. Jetzt wollen sie endlich Geld damit verdienen. Ein Vertrag mit dem Unternehmer Linden Li, großer Player im Hologrammgeschäft, ist lukrativ und unterschriftsreif. Aber Luca hat massive Bedenken gegen einen Verkauf an den machtbewussten Li, und das lässt auch Linus zögern. Die beiden waren verlobt und trotz ihrer Trennung sind sie einander noch sehr nah, was Luca meint, zählt für Linus. Doch plötzlich ist Luca verschwunden. Angeblich ist sie abgereist und hat ihren Austritt aus der Firma erklärt. Obwohl Bahl und Malik im Verbund mit Linden Li Druck machen, ist Linus entschlossen, nicht zu unterschreiben, bevor er nicht Luca gefunden hat. Linus zweifelt zunehmend die Realität der Ereignisse an und es beginnt ein Kampf zwischen der realen Welt und digitalen Kopien.

Friedrich Mücke in der Hauptrolle

„Exit“ ist eine Produktion der Sommerhaus Filmproduktion im Auftrag des SWR. Friedrich Mücke ist darin als Linus zu sehen, in weiteren Rollen spielen Laura de Boer, Aram Tafreshian, Jan Krauter und Thorsten Merten. Die Sammlung der Kurzgeschichten ist unter dem Titel „2029 – Geschichten für morgen“ im Suhrkamp Verlag erschienen.

Sendung

Exit
28. Oktober 2020, 20:15 Uhr im Ersten

Bildergalerie: Exit

Luca (Laura de Boer) ist dagegen, dass Infinity Talk verkauft wird und versucht Linus (Friedrich Mücke) auf ihre Seite zu ziehen. © SWR (Foto: SWR)
Luca (Laura de Boer) ist dagegen, dass Infinity Talk verkauft wird und versucht Linus (Friedrich Mücke) auf ihre Seite zu ziehen. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Sich gegen den mächtigen Konzernboss zu stellen, wird gefährlich für Linus (Friedrich Mücke). © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Zu der Hologrammtechnologie, die Linus (Friedrich Mücke) und seine Partner entwickelt haben, gehören Linsen, mit denen man in einen virtuellen Raum sehen kann. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Linus (Friedrich Mücke) will Luca (Laura de Boer) im virtuellen Raum treffen. © SWR Bild in Detailansicht öffnen
Linus (Friedrich Mücke, links) weiß nicht, ob er auf Malik (Jan Krauter, 2. v. r.) und Bahl (Aram Tafreshian, 2.v. l.) hören und den Vertrag mit Linden Li (David K. S. Tse, Mitte) unterschreiben soll, oder Luca (Laura de Boer) Recht hat, wenn sie zur Vorsicht rät. © SWR Bild in Detailansicht öffnen

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